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04. August 2014

mCRC: Aflibercept + FOLFIRI wichtige Therapieoption

"Die Kombination mit Aflibercept ist nach Oxaliplatin-haltiger Vorbehandlung und unabhängig vom RAS-Mutationsstatus eine wichtige Therapieoption", sagte PD Sebastian Stintzing, München.

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"Das Fusionsprotein Aflibercept blockiert alle humanen Isoformen von VEFG-A und -B sowie PIGF und wird in Kombination mit FOLFIRI bei Patienten mit metastasiertem CRC eingesetzt. In der Zulassungsstudie VELOUR (1) haben Aflibercept+ FOLFIRI das Sterberisiko um knapp 20% gegenüber FOLFIRI allein gesenkt (p=0,0032), unabhängig davon, ob die Patienten zusätzlich zu Oxaliplatin mit Bevacizumab vorbehandelt waren", sagte Stintzing. "Trotz bereits metastasierter und rezidivierter Erkrankung sind die Überlebenskurven bislang nicht zusammengelaufen. Im Gegenteil: Der Unterschied zum Kontrollarm hat sich nach über 18 Monaten Nachbeobachtungszeit weiter vergrößert. Dies ist bislang einzigartig in der metastasierten Situation", betonte Stintzing. Etwa bei 20% der primär inoperablen Patienten ließ sich eine objektive Tumorrückbildung erzielen (19,8 vs. 11,1 Monate; p=0,0001). Im Hinblick auf Verträglichkeit und Lebensqualität haben die multizentrischen Phase IIIb/IV-Studien ASQoP- und AFEQT (2, 3) für Aflibercept+FOLFIRI eine hohe Praxistauglichkeit gezeigt. Vor allem Patienten ≥ 65 Jahre sowie mit Bevacizumab vorbehandelte Patienten hatten weniger Grad 3/4 Nebenwirkungen als in der Zulassungsstudie; in beiden Subgruppen gab es ca. 10% Grad 3/4-Diarrhöen im Vergleich zu 20-24% in der VELOUR-Studie.

In der VELOUR-Studie waren auch Patienten mit schnellem Progress eingeschlossen. Rechne man die Rapid-Progressors heraus, vergrößere sich der signifikante mediane Überlebenszeitgewinn von 1,44 Monaten (Gesamtkollektiv) auf 1,87 Monate (HR 0,779). In der Subgruppe der mit Bevacizumab vorbehandelten Patienten stieg der mediane Überlebenszeitgewinn sogar von 0,8 Monaten auf 2,1 Monate (4). Besonders deutlich profitierten jene Patienten, die nach vorangegangener Bevacizumab-Gabe sehr lange (>9 Monate) ohne Progress geblieben waren (5). In einer Post-Hoc-Analyse (6) wurde gezeigt, dass alle Patienten von Aflibercept in der Zweitlinie profitierten, selbst solche mit sehr kurzem (<3 Monate) oder mittlerem PFS (3-6 Monate) hatten eine Risikoreduktion für ein Fortschreiten der Erkrankung um 30% gegenüber Placebo. Prof. Volker Heinemann betonte, dass das CRC als heterogene Erkrankung noch längst nicht vollständig verstanden sei. "Man hat neue Anhaltspunkte, beispielsweise, dass rechts- und linksseitige Tumoren entwicklungsgeschichtlich unterschiedlichen Karzinogenese-Pathways folgen. Es werden Hypothesen generiert, die es zu überprüfen gilt. Man kann nicht genug betonen, dass für die beste Behandlung unbedingt die Expertise spezialisierter Zentren notwendig ist."

ab

3. Expertise CRC, im Rahmen des 16. ESMO WCGI in Barcelona, 27.6.2014. Veranstalter: Sanofi-aventis

Literaturhinweise:

(1) van Cutsem E et al. JCO 2012; 30(28):3499-3506.
(2) Bordonaro R et al. JCO 32, 2014; 32 (suppl 3; abstr 545).
(3) Ferry D et al. JCO 32, 2014 (suppl 3; abstr 556).
(4) van Cutsem E et al. ESMO 2013, #2260.
(5) Hoff PM et al. JCO 32, 2014 (suppl 3; abstr 3639).
(6) Mitchell E et al. Ann Oncol 2014; 25 (suppl 2) ii84.

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