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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
29. Dezember 2012

Kolorektalkarzinom - Cetuximab in der palliativen Erstlinientherapie bei Patienten mit KRAS-Wildtyp Standard

DGHO 2012 - Kolorektalkarzinom

Für Patienten mit inoperablem metastasierten Kolorektalkarzinom (mCRC) und KRAS-Wildtyp-Status besteht die palliative Erstlinientherapie aus einer Standardchemotherapie und Cetuximab (Erbitux®). Dieser Anti-EGFR-Antikörper konnte bisher als einziger seiner Klasse einen signifikanten Überlebensvorteil in dieser Patientengruppe erbringen.

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Prof. Dirk Arnold, Hamburg, berichtete im Rahmen eines Satellitensymposiums, dass etwa 60% der mCRC-Patienten über das KRAS-Wildtyp-Gen verfügen. Bei ihnen führt die Behandlung mit einer Standardchemotherapie (wie FOLFIRI) in Kombination mit dem anti-EGFR-Antikörper Cetuximab zu einer Verlängerung des Überlebens. Prof. Claus-Henning Köhne, Oldenburg, fügte hinzu, dass dies der einzige Antikörper sei, dem ein signifikanter Überlebensvorteil nachgewiesen werden konnte.

Aufgabe sei es nun laut Arnold, die Kombinationstherapie in der palliativen Situation des mCRC noch zu optimieren. Dies sei u.a. durch die Evaluierung neuer geeigneter Biomarker zu bewerkstelligen. Eine Patientenumfrage (n=811) hat ergeben, dass zwei Drittel der Patienten dazu bereit sind, eine Verzögerung ihrer Therapie zu tolerieren, wenn die zusätzliche Auswertung der Tumorproben eine individuell besser zugeschnittene Therapieauswahl erlaubt (1). Bisher ist der KRAS-Mutationsstatus beim mCRC der einzig validierte Biomarker und prädiktiv für die Therapie mit anti-EGFR-Antikörpern wie Cetuximab. „Es werden aber weitere Biomarker wie BRAF oder NRAS folgen“, so Arnold. Darüber hinaus werden auch andere Endpunkte bei den Untersuchungen zum mCRC immer wichtiger werden, merkte Köhne an: So haben retrospektive Analysen der CRYSTAL- und OPUS-Studien bereits gezeigt, dass das Ansprechen in Form der gemessenen Tumorschrumpfung mit einer Symptomlinderung und einem verlängerten Gesamtüberleben korreliert (2). In diesen Studien kam es bei zwei Drittel der Patienten unter Chemotherapie plus Cetuximab zu einer frühen Tumorschrumpfung. Patienten mit KRAS-Wildtyp und einer frühen Tumorschrumpfung zeigten unter Cetuximab plus FOLFIRI ein medianes Gesamtüberleben von 30 Monaten (3). „Der Einsatz des Biomarkers KRAS und des klinischen Markers „frühe Tumorschrumpfung“ ermöglicht eine frühe Prognoseabschätzung“, sagte Arnold abschließend.

sk

Literaturhinweise:
(1) Tejpar S, et al. ESMO 2012; Abstract#1382P.
(2) Bokemeyer C, et al. Eur J Cancer, 48(10):1466-75.
(3) Piessevaux H, et al. ESMO 2010, Abstr. #596P.

Satellitensymposium „Cetuximab in der palliativen Erstlinientherapie des mCRC“,19.10.2012; Veranstalter: Merck Serono


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