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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
30. Oktober 2008

Kein Hand-Fuß-Syndrom unter Behandlung mit Tegafur Uracil

33. Jahrestagung der European - Society for Medical Oncology (ESMO) Stockholm, 10.-15.9.2008
Di Barolomeo M et al. (Abstract #919) präsentierten die Ergebnisse einer Untersuchung zum Auftreten des Hand-Fuß-Syndroms bei der Behandlung von Patienten mit Kolorektal- und Mammakarzinom mit oralen Fluoropyrimidinen. Die Daten belegen, dass unter Therapie mit UFT bei keinem der Patienten ein Hand-Fuß-Syndrom aufgetreten ist.
In die Analyse wurden 270 Patienten mit kolorektalem Karzinom und Mammakarzinom eingeschlossen Alle Patienten wurden mit oralen Fluoropyrimidinen als adjuvante Behandlung oder Front-Line-Therapie behandelt. 102 Patienten erhielten Capecitabine als Monochemotherapie, 91 Patienten Capecitabine in Kombination mit Oxaliplatin oder Irinotecan und 77 Patienten UFT in Kombination mit Calciumfolinat. 25% aller Patienten, alle im Capecitabine-Arm, entwickelten ein Hand Fuß-Syndrom, in der UFTGruppe wurde kein Patient mit Hand-Fuß-Syndrom beobachtet. Bei 35% der Patienten trat das Hand-Fuß-Syndrom vor oder während des zweiten Zyklus der Capecitabine-Therapie auf. Nach dem dritten Zyklus stieg dieser Anteil auf 65%.

Im Capecitabine-Arm wurde in 23% der Fälle die Therapie aufgrund des Hand-Fuß-Syndroms unterbrochen, bei 10% der Patienten wurde die Dosis reduziert und bei 7% wurde die Therapie vollständig abgebrochen. Ein erhöhtes Risiko wiesen Frauen auf, sowie Patienten, die eine Monotherapie erhielten.

UFT ist eine Kombination aus Tegafur und Uracil im molaren Verhältnis 1:4. Tegafur ist ein sogenanntes Prodrug von 5 Fluorouracil und wird im Körper fast vollständig dazu umgewandelt. Uracil hemmt die Dihydropyrimidin-Dehydrogenase, das für die Metabolisierung und Inaktivierung von 5-FU verantwortliche Enzym.

Quelle:


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