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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
14. Dezember 2008

Fixkombination aus Oxycodon und Naloxon: Wirksame Schmerzkontrolle bei verbesserter Verträglichkeit

Die Therapie akuter und chronischer Schmerzen stellt hohe Anforderungen an Analgetika, so die Leiterin der Lehr- und Forschungsstelle am Zentrum für Palliativmedizin der Universität Bonn Dr. Katri Elina Clemens. Bewährt bei der Behandlung von Tumorschmerzen haben sich Opioide. Da Tumorschmerzen in ihrer Intensität schwanken, sollten sie neben einer hohen Wirksamkeit und Verträglichkeit auch gut steuerbar sein, so wie beispielsweise das Opioid Oxycodon, das in Fixkombination mit retardiertem Naloxon bei hoher analgetischer Wirksamkeit aufgrund der noch besseren Verträglichkeit die Lebensqualität von Schmerzpatienten positiv beeinflusst.
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Das Opioid Oxycodon ist aufgrund seiner hohen Bioverfügbarkeit gut steuerbar, hat sich seit Jahrzehnten in der Behandlung chronischer Schmerzen bewährt und ist in Deutschland seit 2007 auch als schnell freisetzende Kapsel zur Behandlung von Durchbruchschmerzen verfügbar. Mit der Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon (Targin®) steht ein Analgetikum zu Verfügung, das im Gegensatz zu den anderen Opioiden die Darmfunktion nicht beeinträchtigt. Ermöglicht wird dies durch die stärkere Bindung des Opioidantagonisten Naloxon an die peripheren Opioid-Rezeptoren im Darmbereich, wo es Oxycodon verdrängt. Der Bedarf an Laxanzien nimmt mit steigender Dosis von Naloxon sogar ab und die Stuhlfrequenz nimmt zu, berichtete Clemens. Naloxon wirkt nur lokal im Darm und wird in der Leber fast vollständig verstoffwechselt und inaktiviert, so dass die zentrale, analgetische Wirkung von Oxycodon nicht beeinträchtigt wird, erklärte Clemens. Die Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon ist analgetisch mindestens so stark wirksam wie Oxycodon als Monosubstanz.
In einer Beobachtungsstudie mit 1609 Patienten mit Opioid-bedürftigen Schmerzen, die von retardiertem Oxycodon auf die Fixkombination Targin® eingestellt wurden, nahm nach 4-wöchiger Beobachtungszeit die durchschnittliche Schmerzintensität sogar um 24% ab. Dabei besserte sich die Darmfunktion signifikant und erreichte ein Niveau im Normalbereich. Auch Symptome wie Übelkeit, Bauchschmerzen und Schwindel nahmen deutlich ab. Infolgedessen verbesserten sich alle gemessenen Lebensqualitätsparameter (Aktivität, Stimmung, Gehvermögen, normale Arbeit, Beziehung zu Anderen, Schlaf und Lebensfreude).

as

Quelle: 12. Münchener Fachpresse-Workshop „Supportivtherapie in der Onkologie“ Schwerwiegende Komplikationen vermeiden - durch moderne Supportivtherapie, München, 26.11.2008; Mundipharma


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