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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
01. April 2008

Empfehlung zur Dosierung von Lenalidomid bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

Der größte Teil von oral zugeführtem Lenalidomid wird renal ausgeschieden. Um zu bestimmen, wie sich eine Niereninsuffizienz auf die Ausscheidung von Lenalidomid auswirkt und ob eine Dosisanpassung bei niereninsuffizienten Patienten notwendig ist, wurden 30 nierenkranke Probanden untersucht (siehe Tabelle 2) [2].
0 Die Ergebnisse zeigen, dass es in Abhängigkeit vom Ausmaß der Niereninsuffizienz zu einer verzögerten Ausscheidung von Lenalidomid kommt (siehe Abbildung 2).

Aufgrund der veränderten Pharmakokinetik wurden Empfehlungen für die Dosisreduktion bei niereninsuffizienten Patienten definiert. Diese finden sich in der Fachinformation wieder. 1

Patienten mit leichter Niereninsuffizienz (ClKrea: 50-80 ml/min) erhalten eine Dosis von 25 mg Lenalidomid einmal täglich. Patienten mit mäßiger Niereninsuffizienz (ClKrea: 30-50 ml/min) erhalten eine reduzierte Dosis von 10 mg Lenalidomid einmal täglich. Die Dosis kann nach zwei Zyklen auf 15 mg einmal täglich erhöht werden, wenn der Patient nicht auf die Behandlung anspricht und diese verträgt. Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz (ClKrea: <30 ml/min), bei denen keine Dialyse erforderlich ist, wird Lenalidomid in einer Dosis von 15 mg jeden zweiten Tag verabreicht.

Patienten mit einer terminalen Niereninsuffizienz (dialysepflichtig) erhalten 15 mg Lenalidomid, dreimal pro Woche nach jeder Dialyse. Die Angaben beziehen sich auf eine Gabe innerhalb Tag 1-21 eines 28-tägigen Zyklus.

Tabelle 3 zeigt diese Empfehlungen für eine Dosisanpassung von Lenalidomid bei Patienten mit Niereninsuffizienz [1]. 2

Auf dem Kongress der American Society of Hematology 2007 in Atlanta zeigte Donna Weber im Rahmen ihrer Präsentation [3] eine Subgruppenauswertung aus den Zulassungsstudien MM-009/MM-010 zur Wirksamkeit von Lenalidomid in Kombination mit Dexamethason bei Patienten mit unterschiedlichen Kreatininclearance-Werten. Bei Werten ≥ 30 ml/min konnten im Lenalidomid/Dexamethason-Arm median eine progressionsfreie Zeit (TTP) von 11 Monaten und Ansprechraten von ≥ 60% erreicht werden.
Die Effektivität von Lenalidomid/Dexamethason ist bei Patienten mit Niereninsuffizienz bis zu einer Kreatininclearance von 30 ml/min nicht beeinträchtigt in Hinblick auf Gesamtansprechrate und TPP. Auch bei einer Kreatininclearance < 30 ml/min lassen sich mit Lenalidomid/Dexamethason gute Gesamtansprechraten und eine verlängerte TTP erzielen.

Quelle: Literatur

1. Fachinformation REVLIMID® (Wirkstoff Lenalidomid) Stand Juni 2007

2. Chen N, Lau H, Kong L et al. Pharmacokinetics of Lenalidomide in Subjects With Various Degrees of Renal Impairment and in Subjects on Hemodialysis. J Clin Pharmacol 2007; 47(12):1466-1475

3. Weber DM, Knight R et al. Prologend overall survival with lenalidomide plus dexamethasone compared with dexamethasone alone in patients with relapsed or refractory multiple myeloma. Blood 2007; 110: Abstract 412 + oral presentation


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