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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
27. Mai 2013

Editorial: Schwerpunkt Supportivtherapie

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Feyer Ortner
 

Auftakt für den ersten Schwerpunkt dieser Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE - die Supportivtherapie - bilden die Berichte vom Jahreskongress der Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin (ASORS) der Deutschen Krebsgesellschaft, die sich als Ziel die Förderung der Supportivmedizin sowie der Rehabilitation und Sozialmedizin als integrale Bestandteile der Onkologie in Praxis, Lehre und Forschung gesetzt hat. Immer noch sind bei etwa einem Drittel der Chemotherapie-Patienten Erbrechen und Übelkeit nicht ausreichend kontrolliert. PD Dr. Sylvie Lorenzen, München, stellt die leitlinienorientierte antiemetische Prophylaxe und Therapie vor und kommt zu dem Schluss, dass neue antiemetische Behandlungsregime, die speziell gegen das Symptom Übelkeit wirken, dringend erforderlich sind. Die febrile Neutropenie (FN) kann durch den prophylaktischen Einsatz von G-CSF bei hohem FN-Risiko verhindert werden. Die leitliniengerechte Vorgehensweise bei Risikopatienten, die wir im Heft beschreiben, wird jedoch häufig nicht eingehalten, wie eine epidemiologische Studie der ASORS, die Prof. Dr. Hartmut Link, Kaiserslautern, beim ASORS-Kongress präsentierte, gezeigt hat. Etwa ein Drittel der onkologischen Patienten entwickelt im Erkrankungsverlauf Skelettmetastasen, die Hälfte davon in der Wirbelsäule. Dr. Dieter Schoeffel, Mannheim, und Kollegen stellen eine innovative Methode zur Stabilisierung der betroffenen Wirbelkörper zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten mit Skelettmetastasen vor.

Der zweite Schwerpunkt konzentriert sich auf die Gastrointestinalen Stromatumoren (GIST). PD Dr. Peter Reichardt und A. Reichardt, Berlin, beschreiben die adjuvante Therapie mit Imatinib über 3 Jahre, die bei Patienten mit lokalisierten, vollständig resezierten GIST und hohem Rezidivrisiko inzwischen Standard ist. Die Mutationsanalyse stellt einen erheblichen prognostischen Faktor dar und ist daher für die Therapieentscheidung zwingend erforderlich. Dadurch spielt die Pathologie in der Diagnostik und Therapieplanung eine ganz zentrale Rolle, wie Prof. Dr. Eva Wardelmann, Köln, darstellt.

Der dritte Schwerpunkt beschäftigt sich mit einer Tumorart, die sich inzwischen als sehr heterogene Gruppe herauskristallisiert hat: Das Ovarialkarzinom. Laut Prof. Dr. Ivo Meinhold-Heerlein, Aachen, wird es aufgrund der verschiedenen Formen des Ovarialkarzinoms notwendig sein, zukünftig spezielle Therapien für einzelne Subgruppen zu entwickeln. Prof. Barbara Schmalfeld, München, die über neue Daten zu bereits zugelassenen Therapien und über neuen Substanzen berichtet, ist überzeugt, dass es in Analogie zum Mammakarzinom durch prognostisch bedeutende genetische Signaturen möglich sein wird, die verfügbaren Therapien effektiver einzusetzen.

Nach großen viszeralen Eingriffen benötigen Patienten oft sehr lange, um ihr Normalgewicht wieder zu erlangen. PD Dr. Marc E. Martignoni, München, stellt Ihnen ein Projekt vor, für das der Sternekoch Alfons Schubeck gewonnen werden konnte: Ein Ernährungskurs für Patienten nach Operation - mit ermutigenden Ergebnissen.

Eine interessante Lektüre wünschen Ihnen
Prof. Dr. Petra Feyer, Berlin, und Dr. Petra Ortner, München


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