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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
15. Februar 2010

Editorial: NSCLC und Glioblastome

In meinem letzten Editorial für dieses Journal vor circa zwei Jahren hatte ich bereits angekündigt, dass die Fortschritte in der Onkologie sich von kleinen Schritten mehr und mehr auf kleine Sprünge zubewegen. Kaum ein Fach in der Medizin hat so viele neue Strukturen entwickelt, kaum eines erlebt eine solche Flut neuer Medikamente. Die Onkologie ist, neben der Medizin der altersbedingten Erkrankungen des zentralen Nervensystems, der am schnellsten wachsende Bereich der Medizin, bzw. schaffen die Erfolge in der Behandlung von Tumorerkrankungen die Voraussetzungen, dass eine Altersmedizin überhaupt eingesetzt werden kann.
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Prof. Dr. Ingo J. Diel,
Mannheim

Im vorliegenden Heft geht es allerdings um Tumorentitäten und Krankheitszustände, bei denen noch kleine Schritte den Fortschritt kennzeichnen. Zwei Beiträge zum nichtkleinzelligen Bronchialkarzinom beschäftigen sich mit der Frage, welche prädiktiven Faktoren eine zielgerichtete Behandlung erlauben. In den Artikeln von Heigener und Schütte wird gezeigt, dass die Bestimmung von Mutationen des EGF-Rezeptors den erfolgreichen Einsatz von Small Molecules erwarten lassen. Neue Substanzen helfen die Überlebenszeiten zu verbessern, wenn die richtigen Patienten ausgewählt werden. Ein weiterer Beitrag von Synowitz zu einer ähnlich prognostisch ungünstigen Tumorentität, den Glioblastomen, zeigt, dass das Verständnis der Pathogenese hilft, neue therapeutische Angriffspunkte zu entschlüsseln.

Der Artikel des Verfassers des Editorials beschäftigt sich mit einem Antikörper, der die Behandlung von Knochenmetastasen revolutionieren kann. Denusomab unterbricht die Signaltranduktion von RANK-Ligand zu RANK auf der Oberfläche des Osteoklasten und hemmt damit die metastasenbedingte Zerstörung des Knochens. Die Arbeit ist die erste ihrer Art, die allgemeinverständlich den Nutzen des Antikörpers in der Osteoonkologie aufzeigt.

Abgerundet wird das vorliegende Heft durch Kurzberichte vom ASH, die zeigen, dass auch in der Hämatologie, die in den letzten Jahren weitaus erfolgreicher war als die Therapie solider Tumore, kein Stillstand zu verzeichnen ist, sondern neue Substanzen und neue Therapiestrategien dazu beitragen, dass die Betroffenen länger und in guter Lebensqualität leben können.

Quelle:


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