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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
22. April 2010

Editorial: Mammakarzinom/ Psychoonkologie/ Gynäkologische Krebszentren

Das Mammakarzinom ist die häufigste maligne Erkrankung der Frau. In den letzten Jahren konnte durch neuere und effektivere Behandlungskonzepte eine deutliche Verbesserung erzielt werden, so dass die Mortalität inzwischen rückläufig ist. Als etabliert gilt heute eine adjuvante endokrine Therapie des Hormonrezeptor-positiven Mammakarzinoms in der Postmenopause. Wichtige Ergebnisse hierzu lieferten große randomisierte Studien, die eine Upfronttherapie mit einem Aromatasehemmer mit dem Switch bzw. der Sequenztherapie mit Tamoxifen gefolgt von einem Aromatasehemmer verglichen, wo-rüber Johanna Christ et al. in ihrem Beitrag berichten.
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Prof. Dr. Olaf Ortmann,
Regensburg

Neuere Studien, die Dr. Stephan Seitz in seinem Beitrag vorstellt, werfen inzwischen die Frage auf, ob nicht auch die Bisphosphonate einen festen Platz in der adjuvanten Therapie des Mammakarzinoms haben sollten. Eine Substanz, die wie die Bisphosphonate eine unbestrittene Indikation in der Osteoporoseprävention hat, ist das Vitamin D. Inzwischen gibt es ebenfalls positive präklinische Daten zur antitumoralen Wirkung von Vitamin D, worüber Frau Dr. Jutta Hübner berichtet.
Wie auf dem letzten San Antonio Breast Cancer Symposium deutlich wurde, rückt zunehmend der Einfluss von Lebensstilfaktoren als Prognosefaktoren in den Blickpunkt des Interesses. Dr. Brigitte Rack und Kollegen berichten in ihrem Artikel über die nicht unerhebliche Rolle der Adipositas und des Lebensstils auf die Entstehung des Mammakarzinoms und den weiteren Verlauf der Erkrankung. Ob sich durch eine Änderung der Lebensgewohnheiten und durch die Steigerung der körperlichen Aktivität sowie Veränderung der Ernährung auch die Prognose von Brustkrebspatientinnen verbessern lässt, wird unter anderem in der SUCCESS C-Studie untersucht, die Professor Janni und Kollegen vorstellen.

Über die Bedeutung der körperlichen Aktivität als integrale Therapie bei der Versorgung von Brustkrebspatientinnen berichtet Dr. Heike Kähnert in ihrem Artikel am Beispiel der „Nordic Walking Studie“, in der sich gezeigt hat, dass Nordic Walking genauso wie Walking geeignete Ausdauersportarten für Brustkrebspatientinnen sind, die die Schulterbeweglichkeit verbessern und keine negativen Auswirkungen auf die Ausbildung von Armlymphödemen haben.
Knochenmetastasen gehören zu den häufigsten Manifestationen beim Brustkrebs, und die Mehrzahl der Patienten mit Knochenmetastasen leidet unter starken Schmerzen. Über eine neue Methode zur intraoperativen Bestrahlung während einer Kyphoplastie, die an der Universitätsmedizin Mannheim ent-wickelt wurde und die eine sofortige Schmerzreduktion und Stabilisierung des betroffenen Wirbelkörpers unter Sterilisation der Knochenmetastase ermög-licht, berichtet Dr. Tina Reis an einer Falldarstellung.

Die Behandlung von Krebspatienten muss Leitlinien-orientiert und qualitätsgesichert umgesetzt werden. Zur Verbesserung der Versorgungsqualität von Patientinnen mit Genitaltumoren wurden 2009 deshalb die ersten Gynäkologischen Krebszentren etabliert. Eines der ersten zertifizierten Zentren in Deutschland war die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Universität Regensburg. Ziele und Aufgaben eines Gynäkologischen Brustzentrums sowie erforderlichen Voraussetzungen beschreibt Dr. Stefan Buchholz in seinem Artikel. Eine der involvierten Fachdisziplinen ist die Psychoonkologie. Die inhaltlichen und strukturellen Ziele und Herausforderungen der psychoonkologischen Versorgung im Akutkrankenhaus sind Gegenstand des Beitrags von Dr. Cordula Wetzel und Kollegen.

Quelle:


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