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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
20. Februar 2014

Editorial | JOURNAL ONKOLOGIE 01 / 2014

Liebe Leserin, lieber Leser,
kaum ein Gebiet innerhalb der Medizin bietet soviel Spannung wie die Onkologie - und das im doppelten Sinne.

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Maximilian Burger

 

Es werden in keinem anderen Gebiet so viele neue Studiendaten generiert und publiziert, die von neuen Erkenntnissen zu theoretischen Grundlagen der Tumorgenese, -progression und Therapiemöglichkeiten über klinische Studien aller Methoden und Größen bis hin zu populationsbezogenen Auswertungen zu Aspekten der Epidemiologie, Prävention und Nachsorge reichen. Einerseits ergibt sich also eine fast unüberschaubare Datenlage, deren Wertung und Übersetzung in unser tägliches klinisches Handeln herausfordert.

Es ergeben sich aber auch in keinem anderen Gebiet der Medizin so komplexe Schwierigkeiten der Abgrenzungen von "Zuständigkeiten". Für viele Tumore sind unterschiedliche Therapieansätze aus unterschiedlichen Fachgebieten etabliert, die miteinander konkurrieren. Und die Durchführung der in eigentlich allen Tumoren ab einem gewissen Stadium etablierten medikamentösen Tumortherapie liegt bei manchen Entitäten in unterschiedlichen Händen. Hier ergeben sich teils unproduktive Diskussionen zwischen den sogenannten "Onkologen" und "Organ-Onkologen". Diese Spannungen dürften durch die Rahmenbedingungen unseres Medizinsystems eher noch verschärft werden; hier sei nur auf die kommenden Regelungen zur ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) verwiesen .

Dabei gäbe es einen großen Bedarf an produktiven Diskussionen, denn es bedarf meines Erachtens in keinem anderen Gebiet der Medizin einer so intensiven Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachdisziplinen, um für komplexe Tumorerkrankungen gute Ergebnisse zu erzielen. Beispielhaft sei hier auf den Beitrag von Herrn Professor Dr. Heidenreich zur multimodalen zytoreduktiven Therapie des metastasierten Prostatakarzinoms verwiesen, den Sie nachstehend finden.

Die Onkologie wird uns also auch heuer wieder vor große Herausforderungen stellen.

In diesem Sinne begrüße ich Sie zu einer weiteren Ausgabe von Journal Onkologie und freue mich darauf, Sie mit vielen Beiträgen zu all den hier genannten Aspekten durch ein spannendes Jahr begleiten zu können.

Beste Grüße aus Regensburg von Ihrem
Maximilian Burger


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