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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
28. Mai 2013

Durchbruchschmerzen mit Fentanyl-Buccalfilm effektiv behandeln

Zur Behandlung von Durchbruchschmerzen hat es sich bewährt, Fentanyl über die Mundschleimhaut zu verabreichen. Mit dem Fentanyl-Buccalfilm Breakyl® gibt es nun eine neue Option, mit der eine verbesserte mukosale Wirkstoffapplikation ermöglicht wird. Die Anwendung ist für den Patienten sehr einfach, und das Risiko des Verschluckens von Fentanyl wird dabei minimiert. Das Präparat führt zu einer raschen Anflutung des Wirkstoffs, wodurch den schnell auftretenden Durchbruchschmerzen optimal begegnet werden kann.

Etwa zwei Drittel aller Tumorpatienten leiden unter Durchbruchschmerzen. Das heißt, sie haben mehrmals täglich trotz einer adäquat eingestellten Medikation ihrer Basisschmerzen mehrere Schmerzspitzen am Tag, die sehr schnell auftreten, meist nicht lange dauern, aber extrem stark sind. Um die Durchbruchschmerzen analgetisch abzudecken, braucht man ein Schmerzmittel, das schnell anflutet und damit dem Schmerzverlauf gerecht wird. Außerdem sollte es einfach zu verabreichen sein, damit der Patient es bei Bedarf zur Hand hat und autonom verwenden kann. Diese Anforderungen erfüllt der buccal lösliche Fentanyl-Film Breakyl®. Es handelt sich dabei um ein Filmplättchen, das für wenige Sekunden an die Innenseite der Wange gedrückt wird und so den Wirkstoff über die Mundschleimhaut an den Körper abgibt. Der Film löst sich nach 15-30 Minuten vollständig auf.

"Wenn es bei einem Patienten immer wieder zum Auftreten von Durchbruchschmerzen kommt, reagieren die behandelnden Ärzte darauf häufig, indem sie einfach die Basisschmerzmedikation erhöhen", sagte Prof. Dr. Frank Elsner, Aachen. "Die in der Basisschmerzbehandlung eingesetzten Opioide erreichen ihr Wirkmaximum jedoch erst nach etwa 30 Minuten, wodurch die meisten Durchbruchschmerz-Episoden nicht abdeckt werden, da diese nach einer halben Stunde im Normalfall schon wieder vorbei sind", gab Elsner zu bedenken. Er wies darauf hin, dass die optimale Durchbruchschmerz-Medikation schnell wirken und die Wirkung nicht länger anhalten sollte als die durchschnittliche Länge einer Episode. Das oral mukosal verabreichte Fentanyl erreicht seine maximale Wirksamkeit bereits nach ca. 10 Minuten und hält für etwa 1 Stunde vor. Den schnellen Wirkeintritt des Fentanyls erklärte Dr. Torsten Kamp, Wendlingen, damit, dass es keine aktiven Metaboliten hat, und somit nicht erst über die Leber verstoffwechselt werden muss.

sk


Fachpressegespräch "Wenn der Schmerz unerträglich wird: State of the art der Therapie von Durchbruchschmerzen", 06.02.2013, Frankfurt am Main; Veranstalter: MEDA Pharma


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