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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
25. Juni 2013

Denosumab verlängert die symptomfreie Zeit bei Patienten mit Knochenmetastasen

Denosumab (XGEVA®) ist nun seit 2 Jahren in der EU für die Prävention von skelettbezogenen Komplikationen (SRE) bei Erwachsenen mit Knochenmetastasen zugelassen und wird mittlerweile auch in allen relevanten Leitlinien empfohlen, erklärte Dr. Friedrich Overkamp, Recklinghausen, im Rahmen einer Pressekonferenz anlässlich der 4. Akademie "Knochen und Krebs" in München. Der vollhumane monoklonale Antikörper konnte seine Wirksamkeit in dieser Zeit belegen und verlängert darüber hinaus nachweislich die symptomfreie Zeit bei Patienten mit Knochenmetastasen und trägt daher zu einer verlängerten guten Lebensqualität bei.

Wenn es im Laufe einer Krebserkrankung zum Auftreten von Knochenmetastasen kommt, ist die Erkrankung nicht mehr heilbar und die weitere Behandlung ist palliativ ausgerichtet. Das höchste Ziel ist es dann, die Patienten so lange wie möglich vor Schmerzen und Komplikationen zu bewahren, um ihre Lebensqualität aufrecht zu erhalten. Dafür eignet sich der Antikörper Denosumab besonders, wie Prof. Dr. Ingo Diel, Mannheim, anmerkte. Eine integrierte Analyse der Zulassungsstudien mit über 5.700 Tumorpatienten ergab eine Verlängerung der Zeit ohne SRE im Vergleich zu Patienten, die mit dem Bisphosphonat Zoledronsäure behandelt worden waren, um 8,2 Monate (27,7 vs. 19,4 Monate, p<0,001) (1). Die Patienten profitierten von Denosumab unabhängig vom Tumortyp. Außerdem wurde eine Verzögerung der Schmerzprogression gegenüber Zoledronsäure um nahezu 2 Monate nachgewiesen (p=0,0002) (2). "Dank der überlegenen Wirksamkeit hatten Patienten, die mit Denosumab behandelt wurden, auch eine bessere Lebensqualität", resümierte Diel.

Wie der Schmerztherapeut Dr. Hans-Bernd Sittig, Geesthacht, erklärte, trägt Denosumab direkt und indirekt zur Vermeidung von Schmerzen bei, da es am Ort der Schmerzentstehung wirkt, indem es den Knochen stabilisiert und die Freisetzung von Schmerzmediatoren hemmt und darüber hinaus die Entstehung der schmerzhaften SRE verhindert. Die Patienten haben daher, insbesondere wenn sie die Behandlung mit Denosumab früh beginnen, weniger Schmerzen. Zudem benötigen die Patienten weniger Schmerzmittel und "der Einsatz von Opiaten kann bei vielen Patienten auf einen sehr viel späteren Zeitpunkt verschoben werden", betonte Sittig.

sk

Literaturhinweise:
(1) Lipton A, et al. 2010; ESMO, Abstr. 1249P.
(2) Cleeland CS, et al. 2010; Ann Oncol 21 (Suppl 8): Abstr. 1248P.

Media Dialog "Kann Denosumab bei Patienten mit Knochenmetastasen die symptomfreie Zeit verlängern?", 03.05.2013, München; Veranstalter: Amgen


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