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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

07. November 2004 Zulassungsempfehlung für Bevacizumab

Der monoklonale Antikörper Bevacizumab hat die Zulassungsempfehlung vom Kommitee für Produkte der Humanmedizin der Europäischen Union (Committee für Human Medicinal Products/ CHMP) erhalten. Das CHMP empfiehlt Bevacizumab bei nicht vorbehandelten Patienten mit metastasiertem Darmkrebs in Kombination mit den etablierten intravenösen Chemotherapieregimen 5-Fluorouracil/Folinsäure oder 5-Fluorouracil/Folinsäure/ Irinotecan.
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Die Zulassungsempfehlung der Behörde basiert auf der Auswertung einer Phase III-Studie mit 813 Patienten (1). Diese hat gezeigt, dass Patienten, die zusätzlich zur Chemotherapie mit Bevacizumab (Avastin®) behandelt wurden, im Durchschnitt um 5 Monate und damit um 30% länger lebten als Patienten, die lediglich eine Chemotherapie ohne den Antikörper erhielten (20,3 Monate vs. 15,6 Monate). Auch wurde durch die Kombinationstherapie die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung signifikant um 71% verlängert (10,6 versus 6,2 Monate).
Bevacizumab richtet sich gezielt gegen den Wachstumsfaktor VEGF (vascular endothelial growth factor), der vom Tumor produziert wird und die Neubildung von Blutgefäßen im Tumor anregt. Derzeit wird Bevacizumab in Kombination mit einer Chemotherapie auch bei Patienten mit Darmkrebs in früheren Stadien geprüft. Zudem wird untersucht, ob dieser Wirkmechanismus auch für zahlreiche andere bösartige Tumoren wie Lungen-, Brust- und Bauchspeicheldrüsenkrebs sowie Nierenzellkarzinomen von Bedeutung sein könnte.

Quelle: (1) Hurwitz, H, Fehrenbacher, L, Novotny, W, et al. Bevacizumab plus Irinotecan, Fluorouracil, and Leucovorin for Metastatic Colorectal Cancer. New England Journal of Medicine 2004; 350(23): 2335-2342.


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