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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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14. Mai 2012

Vandetanib zur Behandlung des medullären Schilddrüsenkarzinoms zugelassen

Das medulläre Schilddrüsenkarzinom (MTC) zählt zu den seltenen Erkrankungen, jährlich gibt es in der EU nur etwa 500 Fälle. Im fortgeschrittenen Stadium ist die Prognose für die Betroffenen sehr schlecht. Mit Vandetanib (Caprelsa®) gibt es nun seit kurzem die erste zugelassene Therapieoption für das lokal fortgeschrittene oder metastasierte MTC.
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Im Gegensatz zu den papillären oder follikulären Schilddrüsenkarzinomen entsteht das MTC nicht aus Schilddrüsenzellen, sondern aus den Calcitonin-produzierenden Zellen, die in der Schilddrüse verteilt vorkommen. Daher kann das Hormon Calcitonin hier als Tumormarker genutzt werden.

„Es gibt zwei verschiedene Typen von MTCs“, erläuterte Prof. Christine Spitzweg, München: „Etwa zwei Drittel sind sporadisch und ein Drittel hereditär.“ Alle familiären und etwa die Hälfte der sporadischen MTC weisen eine genetische Veränderung in der Rezeptor-Tyrosinkinase RET auf, die dadurch als Protoonkogen gilt. Vandetanib ist ein oraler Multi-Tyrosinkinase-Inhibitor mit zwei unterschiedlichen Wirkmechanismen, so Spitzweg. Zum einen hemmt Vandetanib den VEGF-2-Rezeptor (vascular endothelial growth factor receptor-2) und damit die Blutversorgung des Tumors (Angioneogenese) und zum anderen verringert es die Überlebensdauer und das unkontrollierte Wachstum der Tumorzellen, indem die Signalwege u.a. der Rezeptoren EGF und RET blockiert werden.

Dr. Michael Kreißl, Würzburg, berichtete von den Studiendaten, die zur Zulassung geführt haben: In der doppelblinden Phase-III-Studie ZETA wurden 331 Patienten mit fortgeschrittenem MTC, das progredient war und in andere Körperareale gestreut hatte, eingeschlossen und erhielten 2:1 randomisiert entweder Vandetanib oder Placebo. Das Risiko einer Krankheitsprogression zeigte sich im Verum-Arm um 54% reduziert im Vergleich zu Placebo (HR 0,46; 95% KI, 0,31-0,69; p<0,001) [1]. Das progressionsfreie Überleben wurde somit signifikant verlängert.

Häufig beobachtete Nebenwirkungen waren Durchfall, Hautausschlag, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Bluthochdruck. Schwere Nebenwirkungen wie z.B. QTc-Verlängerungen oder Torsade de pointes waren selten, führten aber dazu, dass alle mit diesem Medikament behandelten Patienten einen Patientenpass erhalten. Dieser informiert über die zu beachtenden Vorsichtsmaßnahmen und über Symptome, die eine frühzeitige Erkennung bedeutsamer Nebenwirkungen ermöglichen.

sr

Literaturhinweis:
(1) Wells Jr. SA, et al. J Clin Oncol 2011; 29:1-9

Pressekonferenz „Caprelsa® als neue Therapieoption bei medullärem Schilddrüsenkarzinom“, 23.02.2012, DKK 2012, Berlin, Veranstalter: AstraZeneca
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