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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

10. September 2010 Tumorschmerz: Mehr Lebensqualität unter Oxycodon/Naloxon

Für den frühen Einsatz von starken Opioiden bei Tumorpatienten, orientiert an der Schmerzintensität und nicht an den starren Regeln des WHO-Stufenschemas, plädierte Dr. Stephan Schulz, Chefarzt am Marien-Hospital, Witten. Mit Targin®, der Fixkombination aus retardiertem Oxycodon und retardiertem Naloxon, steht für die adäquate Behandlung von Tumorschmerzen ein stark wirksames und zudem sehr gut verträgliches Opioid zur Verfügung. Die Kombination mit dem nur peripher wirkenden Opioid-Rezeptor-Antagonisten Naloxon wirkt sich positiv auf die Lebensqualität der Patienten aus, auch die normale Darmfunktion bleibt erhalten.

„Es ist nicht mehr zeitgemäß, das WHO-Stufenschema der Reihe nach zu durchlaufen. Wenn langfristig starke Schmerzen zu erwarten sind, ist es sinnvoller, von einem Nicht-steroidalen Antirheumatikum (NSAR) direkt zu einem starken Opioid zu wechseln und mit einem niedrig dosierten starken Retard-Opioid zu beginnen“, sagte Schulz.

Den hohen Nutzen, den Tumorpatienten von einer Behandlung mit Targin® haben, bestätigt eine Subgruppenanalyse von 1178 Tumorpatienten. In dieser nicht-interventionellen Multicenterstudie waren 18,6% der Tumorpatienten mit einem NSAR und 38% mit einem schwachen Opioid vorbehandelt, 35,3% erhielten bereits ein starkes Opioid. Nach Einstellung auf die Fixkombination reduzierte sich die Schmerzintensität innerhalb von 4 Wochen von durchschnittlich NRS (Numerische Rating Skala) 5,5 auf 3. Das entspricht einer 45%igen Schmerzreduktion.

Gleichzeitig litten im Vergleich zur Vortherapie weniger Patienten an Nebenwirkungen, und auch die normale Darmfunktion blieb unter der Fixkombination erhalten: 25% berichteten über weniger Übelkeit, ein knappes Drittel hatte weniger Bauchschmerzen, knapp 18% weniger litten unter Schwindel. Dadurch besserte sich insgesamt das Befinden der Patienten und infolgedessen alle gemessenen Lebensqualitätsparameter (Aktivität, Stimmung, Gehvermögen, normale Arbeit, Beziehung zu Anderen, Schlaf und Lebensfreude). Die Verbesserung der Lebensqualität im Vergleich zu den jeweiligen Vortherapien ist in Abbildung 1 dargestellt.

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Abb.1: Signifikante Erhöhung der Lebensqualität für Tumorschmerzpatienten

Schulz: „Diese Daten bestätigen den hohen Patientennutzen der Fixkombination.“ In diesem Zusammenhang dürfe man auch nicht vergessen, dass eine unzureichende Analgesie der häufigste Grund für eine Wiedereinweisung ins Krankenhaus sei, erinnerte Schulz, und dass durch eine gute und verträgliche Schmerztherapie unnötige Krankenhausaufenthalte vermieden werden könnten.

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15. Münchener Fachpresse-Workshop „Supportivtherapie in der Onkologie“, 8. Juli 2010, München

Quelle:


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