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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

12. November 2001 Thromboembolien bei Karzinompatienten

Fragmin® forte

Wer sich wegen eines Mamma-, Rektum-, Pankreas- oder Uteruskarzinoms einem großen Eingriff unterziehen muss, hat trotz Heparinprophylaxe ein nahezu vierfach höheres Risiko einer postoperativ auftretenden letalen Lungenembolie als chirurgische Patienten ohne neoplastische Erkrankungen, betonte Prof. A. Kakkar, London
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Überdies treten bei Karzinompatienten tiefe Venenthrombosen öfter als bei Kranken ohne Neoplasie auf und bilden sich auch schlechter zurück.
Verantwortlich für die Häufung thromboembolischer Ereignisse im Rahmen einer Krebserkrankung ist die aktivierte Koagulation. Wie In-vitro-Untersuchungen zu entnehmen ist, werden von Tumorzellen verstärkt Faktor VIIa und Thrombin exprimiert. Die in Tiermodellen beobachtete Überexpression von prokoagulatorischem Gewebefaktor fördert das Tumorwachstum, die Metastasierung und die Angiogenese im Tumor. Von Heparinen ist bekannt, dass sie direkte antitumoröse sowie direkte antiangiogenetische Effekte induzieren. Wie sich das klinisch auswirkt, wird derzeit in der prospektiven und placebokontrollierten FAMOUS-Studie mit 400 Patienten in fortgeschrittenen Tumorstadien überprüft. Das Akronym steht für „Fragmin Advanced Malignancy Outcomes Study“.
Nach Laparotomie wegen maligner Erkrankungen ist das Risiko thromboembolischer Komplikationen mindestens einen Monat deutlich erhöht. Ob das mit Dalteparin zu verringern ist, wird derzeit in einer prospektiven, randomisierten und offenen Multicenterstudie untersucht. Verglichen wird die Thromboseprophylaxe mit Fragmin® forte für 28 Tage oder 7 Tage nach abdominalchirurgischen Eingriffen. Die vorläufigen Ergebnisse einer Subgruppenanalyse, in die 117 Patienten mit Malignom eingeschlossen sind, lassen aufhorchen. Dank verlängerter Dalteparin-Prophylaxe über 28 Tage kam es zu keiner proximalen Thrombose, wohl aber in 15,9 % der Gruppe mit Heparin-Kurzprophlaxe von 7 Tagen, sagte Dr. M. Rasmussen, Hvidovre, Dänemark. Größere Blutungen blieben bislang in beiden Kollektiven aus.

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