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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

29. Oktober 2006 Therapieresistentes metastasiertes Kolorektalkarzinom: Panitumumab effektiv und gut verträglich

Panitumumab ist ein komplett humaner Antikörper, der bei Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom im Vergleich zu „best supportive care“ (BSC) in der Secondline-Therapie die Krankheitskontrollrate signifikant erhöht, was mit einem verlängerten progressionsfreien Überleben einher geht.
So lautet das Ergebnis einer multizentrischen open-label Phase-III-Studie mit 463 Patienten (#3250), die auf eine Standardchemotherapie mit 5-FU, Irinotecan und/oder Oxaliplatin nicht mehr angesprochen hatten. Nach Randomisierung erhielten die Patienten entweder 6 mg/kg Panitumumab alle 2 Wochen plus BSC (n=231) oder BSC allein (232). Die Krankheitskontrollrate (PR + SD) betrug im aktiven Arm 36% vs. 10% im BSC-Arm. Im Panitumumab-Arm lebten mehr Patienten progressionsfrei als im BSC-Arm, z.B. nach 24 Wochen 18 vs. 5% und nach 32 Wochen noch 10 vs. 4%. Die Progressionsrate sank signifikant um 46%. Die mediane Dauer des Ansprechens betrug17 Wochen.
Patienten aus der BSC-Gruppe (n=176), die nach Krankheitsprogression in einen Cross-over-Arm wechselten und mit mindestens einer Dosis Panitumumab behandelt wurden, wiesen eine ebenso hohe Krankheitskontrollrate und ein vergleichbares progressionsfreies Überleben auf, wie die Patienten im aktiven Studienarm, berichtete Prof. Yves Humblet, Belgien, während des 31st ESMO Kongresses in Istanbul.
0 Etwa 90% der Patienten aus dem Panitumumab-Arm entwickelten eine Hautreaktion, davon 14% von Grad 3/4. Die Schwere der Hauttoxizität korrelierte mit einem verlängerten progressionsfreien Überleben (HR: Grad 2-4 vs. Grad 1 = 0,64).
Eine Hypomagnesiämie und Hypokalzämie wurde bei 32% bzw. 16% der Patienten beobachtet, waren allerdings klinisch kaum relevant, so Humblet. Kein Patient zeigte eine Reaktion an der Infusionsstelle und nur bei einem Patienten wurden neutralisierende Antikörper festgestellt.
Humblet: „Panitumumab ist ein effektiver und gut verträglicher Wirkstoff in der Therapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms bei Patienten, deren Erkrankung während oder nach einer Behandlung mit einer Standardchemotherapie progredient ist.“

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