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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

29. Dezember 2012 T-DM1 kommt dem „magic bullet“ sehr nahe

„T-DM1 ist eine der größten Innovationen der letzen Zeit und kommt dem sehr nahe, was Paul Ehrlich mit „magic bullets“ gemeint hat“, sagte Prof. Nadia Harbeck, München, während eines Symposiums auf dem DGGG. In der Zulassungsstudie EMILIA zeigte die Substanz eine sehr hohe Wirksamkeit und verlängerte nach den neuen Daten auch signifikant das Gesamtüberleben. Das Beste daran sei, so Harbeck, dass diese zielgerichtete Chemotherapie wenig toxisch ist und keine der Nebenwirkungen aufgetreten sind, die vom Chemotherapeutikum her bekannt waren.

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T-DM1 (Trastuzumab Emtansine) ist ein Antikörper-Wirkstoffkonjugat, das aus dem Antikörper Trastuzumab (Herceptin®) und dem Chemotherapeutikum DM1 besteht. Beide sind über einen stabilen Linker miteinander verbunden.

Daten aus einer Phase-II-Studie (TDM4450g), die die Gabe von T-DM1 mit der Kombination von Trastuzumab und Docetaxel in der Erstlinientherapie verglich, zeigten, dass bei den mit T-DM1 behandelten Patienten ein signifikant längeres progressionsfreies Überleben und weniger Chemotherapie-typische Nebenwirkungen auftraten.

In der randomisierten Phase-III-Zulassungsstudie EMILIA, in die mit Trastuzumab und einem Taxan vorbehandelte Patientinnen mit HER2-positivem Brustkrebs eingeschlossen waren, zeigte T-DM1 ebenfalls eine extrem hohe Wirksamkeit. Das Risiko für das Fortschreiten der Erkrankung oder daran zu versterben (co-primärer Endpunkt) reduzierte sich um 35% verglichen mit Patienten unter der Kombination aus Lapatinib und Capecitabin (HR=0,65; p<0,0001). Nach den neuesten Daten verlängert T-DM1 auch das Gesamtüberleben signifikant, berichtete Harbeck. Das Sterberisiko verringerte sich für Patientinnen, die T-DM1 erhielten um 32% (HR=0,68; p=0,0006). Durchschnittlich lebten die mit T-DM1 behandelten Patientinnen um 5,8 Monate länger als Patientinnen unter Lapatinib und Capecitabin (30,9 vs. 25,1 Monate).

Inzwischen ist auch die MARIANNE-Studie abgeschlossen. Sie verglich drei verschiedene Therapien (Trastuzumab Emtansine allein, Trastuzumab Emtansine plus Pertuzumab und Trastuzumab plus Taxan-Chemotherapie) bei Patienten mit HER2-positivem metastasierten Brustkrebs in der ersten Therapielinie.

Weitere Studien untersuchen derzeit T-DM1 in der Neoadjuvanz bei HER2-positivem frühen Brustkrebs sowie im adjuvanten Setting (T-DM1 + Pertuzumab vs. Trastuzumab und Pertuzumab).

Diese Substanz müssen Sie sich merken“, so Harbeck. „Sie wird kommen, auch in der Postneoadjuvanz“.

as

Symposium „Tumorgerichtete Chemotherapie beim Mammakarzinom“ 59. DGGG-Kongress, München, 11.10.2012


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