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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

24. April 2014 Supportivtherapie - Stärken von Palonosetron sind Prophylaxe der verzögerten CINV

DKK 2014 - Supportivtherapie

In der Therapie der Antiemese hat es in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gegeben, dennoch leidet immer noch ein Drittel der Patienten unter Chemotherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen (CINV=chemotherapy induced nausea and vomiting), betonte PD Dr. Sylvie Lorenzen, München.

Bei der CINV werden 3 Phasen unterschieden - die antizipatorische CINV, die unabhängig von der Chemotherapie ab dem 2. Zyklus auftreten kann, sowie die akute und die verzögerte CINV. Am meisten leiden Patienten unter schwerer verzögerter Übelkeit - und Fachkräfte unterschätzen insbesondere die verzögerte CINV. Die Folgen einer CINV sind weitreichend: Dehydrierung und Elektrolyt-Imbalancen, muskuläre Effekte und neurologische Konsequenzen, Mangelernährung und gastrointestinale Beschwerden, beeinträchtigte Lebensqualität, Unterbrechung oder Abbruch der Chemotherapie sowie signifikant längere Krankenhausaufenthalte. Neben dem emetogenen Potenzial der Chemotherapeutika spielen patientenbezogene Risikofaktoren eine erhebliche Rolle, sagte Lorenzen. Patientenabhängige Risikofaktoren sind z.B. ängstliche Grundhaltung, weibliches Geschlecht, Alter < 50 Jahre, vorausgegangene Emesis in der Anamnese sowie kein oder geringer Alkoholkonsum.

Erbrechen und Übelkeit beeinträchtigen die Lebensqualität der Patienten, wobei Erbrechen und Übelkeit in der verzögerten Phase als besonders belastend wahrgenommen werden und die Übelkeit die Patienten noch stärker beeinträchtigt als das Erbrechen. Eine Übelkeit von Grad 3 sei für Patienten eine schwerste Nebenwirkung. Zu den Stärken des 5HT3-Antagonisten Palonosetron zählt die Prophylaxe der verzögerten Emesis und Nausea. "Palonosetron wirkt anders als die anderen Setrone", sagte Lorenzen. Es bietet von Beginn an eine gute Prophylaxe. In einer Meta-Analyse aus zwei Phase-III-Studien mit 754 Patienten unter moderat emetogener Chemotherapie hatten signifikant mehr Patienten eine Complete Response bzgl. akuter und verzögerter Nausea/Emesis unter Palonosetron als unter Ondansetron oder Dolasetron. Außerdem waren über einen Zeitraum von 5 Tagen signifikant mehr Patienten unter Palonosetron ohne Übelkeit als mit Ondansetron/Dolasetron (1).

as

Literaturhinweis:
(1) Decker GM et al. J Support Oncol 2006; 4(1):35-42.

Riemser-Symposium "Supportivtherapie - Nebenwirkungen der Krebsbehandlung mindern, den Patienten stärken" im Rahmen des DKK, Berlin, 20.02.14


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