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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

06. Februar 2012 Sunitinib ist etablierter Therapie-Bestandteil bei metastasiertem Nierenzellkarzinom, GIST und pNET

Bereits seit 5 Jahren wird Sunitinib nun schon in der Klinik eingesetzt. Insgesamt wurden bisher mehr als 130.000 Patienten weltweit damit behandelt. Dementsprechend umfangreich sind die Erfahrungen auch in der Langzeittherapie im Umgang mit der Substanz. In einem Fachpressegespräch anlässlich des AIO-Herbstkongresses im November 2011 in Berlin berichteten Experten, dass das Medikament sich auch im klinischen Alltag als effektiv und verträglich erwiesen hat.
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Das Anwendungsgebiet von Sunitinib umfasst das metastasierte Nierenzellkarzinom (mRCC), nicht resezierbare und/oder metastasierte maligne gastrointestinale Stromatumoren (GIST) nach Imatinib-Versagen oder -Unverträglichkeit sowie nicht resezierbare oder metastasierte gut differenzierte pankreatische neuroendokrine Tumoren (pNET) mit Krankheitsprogression bei Erwachsenen.

Sunitinib konnte in diesen drei Indikationen in Studien das Überleben und die Ansprechraten verbessern, was schließlich zur jeweiligen Zulassung führte.

Prof. Kurt Miller, Berlin, erklärte, dass die Ansprechrate auf eine Substanz am besten deren Wirksamkeit beurteilen könne. Bei Sunitinib sei eine deutliche Korrelation zwischen Ansprechrate und Dauer der Therapie zu beobachten, so Miller. Einen großen Vorteil sehe er außerdem darin, dass Sunitinib auch zur Therapie schwierig behandelbarer Kollektive wie älteren oder Dialyse-Patienten verwendet werden könne.

Die wichtigsten schweren behandlungsbedingten Nebenwirkungen unter Sunitinib von Patienten mit soliden Tumoren waren Lungenembolie (1%), Thrombozytopenie (1%), Tumor-Hämorrhagie (0,9%), febrile Neutropenie (0,4%) und Hypertonie (0,4%). Die häufigsten Nebenwirkungen aller Schweregrade waren Erschöpfung, gastrointestinale Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Stomatitis, Oberbauchbeschwerden und Erbrechen, Verfärbungen der Haut, Geschmacksstörungen und Anorexie. PD Dr. Sebastian Bauer, Essen, betonte, dass eine Therapie mit Sunitinib daher immer eines aktiven Nebenwirkungsmanagements bedürfe und eine flexible Dosierung erfordere.

sr

Fachpressegespräch „5 Jahre Sunitinib-Therapie: Eine Standortbestimmung“, 17.11.2011, anlässlich des AIO-Herbstkongresses in Berlin; Veranstalter: Pfizer Oncology

Quelle:


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