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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

24. Juni 2019 Studies of Special Interest

Studies of Special Interest in dieser Ausgabe sind ROCOCO: Phase-I-Studie für FGFR+ Tumoren und MP0274-CP101: Anti-HER2-Antikörper bei soliden HER2+ Tumoren.
ROCOCO: Phase-I-Studie für FGFR+ Tumoren
 
Die ROCOCO-Studie ist als multizentrische Phase-I-Studie konzipiert und dient zur Beurteilung der Sicherheit, Verträglichkeit und Pharmakokinetik sowie der maximal verträglichen Dosis der Kombination aus Rogaratinib (Pan-FGFR-Inhibitor) und Copanlisib (Phosphatidylinositol-3-Kinase[PI3K]-Inhibitor) bei Patienten mit fibro-blast growth factor receptor (FGFR)-positiven, lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Urothelkarzinomen in der Dosisexpansion. Eingeschlossen werden können Patienten mit einer hohen FGFR-mRNA-Expression und einem ECOG-Performance-Status 0-1 bei histologisch gesichertem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom/Übergangszellkarzinom (Dosisexpansion) nach Versagen der Standardtherapie.

Details zur Studie auf www.med4u.org/15150 (NCT03517956)
 
 
MP0274-CP101: Anti-HER2-Antikörper bei soliden HER2+ Tumoren
 
Bei MP0274-CP101 handelt es sich um eine einarmige, multizentrische, offene Phase-I-Dosiseskalationsstudie mit dem „biparatopic Designed Ankyrin Repeat Protein“ – DARPin® (MP0274). DARPins sind künstliche Proteine, die zur Erkennung und Bindung von Antigenen befähigt sind. Sie sind strukturell von Ankyrin-Proteinen abgeleitet und bestehen aus mehreren Repeat-Motiven dieser Proteine. DARPins mit insgesamt 4 Repeat-Motiven und einer Molekülmasse von etwa 14 kDa sind etwa 10x leichter als ein Antikörper vom IgG-Typ. MP0274 ist gegen den humanen epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptor 2 (HER2) gerichtet und zeigt präklinisch vielversprechende Daten bei der Behandlung HER2+ solider Tumoren. Für eine Behandlung kommen Patienten mit HER2+ solidem Tumor und einem ECOG-Performance-Status 0-2 nach Versagen des Standards in Frage. Gängige Anti-HER2-Vortherapien mit z.B. Trastuzumab, Lapatinib oder Pertuzumab sind erlaubt. Vor geplanter Dosierung der Studienmedikation muss allerdings bis zum Dosierungstag eine Pause von 4 Wochen zu Chemotherapie, Trastuzumab oder Trastuzumab Emtansin oder anderen Biologika bestehen, zu Pertuzumab bedarf es einer Pause von 12 Wochen, bei Lapatinib von nur 7 Tagen und bei Vortherapien mit Nitrosoharnstoffen oder Mitomycin C sind 6 Wochen Therapiepause bis zur first-dose erforderlich. Eine kumulative Doxorubicin-Dosis von ≥ 360 mg/m2 sowie eine kumulative Epirubicin-Dosis von ≥ 720 mg/m2 sind ein Ausschlusskriterium. Die Therapie erfolgt intravenös alle 3 Wochen im Verlauf einer Stunde, solange kein Progress oder inakzeptable Toxizitäten auftreten.

Details zur Studie auf www.med4u.org/14787 (NCT03084926)
 

 
Institut für Klinisch-Onkologische Forschung (IKF)
Prof. Dr. Salah-Eddin Al-Batran, UCT – Universitäres Centrum für Tumorerkrankungen Frankfurt,
Krankenhaus Nordwest gGmbH, Steinbacher Hohl 2-26, 60488 Frankfurt/Main,
Tel.: 069/7601-4420, E-Mail: info.ikf@khnw.de, http://www.ikf-nordwest.de/home.html

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