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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

28. August 2012 Signifikant längeres progressionsfreies Überleben mit Afatinib beim NSCLC

Nach den Ergebnissen der Phase-III-Studie LUX-Lung 3 führt eine Behandlung mit Afatinib in der Erstlinie bei Patienten mit fortgeschrittenem EGFR-mutierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) zu einem signifikant verlängerten progressionsfreien Überleben (PFS) im Vergleich zu Pemetrexed/Cisplatin, dem momentan besten Standard (11,1 vs. 6,9 Monate) (1). Dies diskutierten Experten auf einer Presseveranstaltung in Oldenburg im Juli dieses Jahres.

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Abb. 1: Die Rezeptoren der ErbB-Familiy können in unterschiedlichen Homo- und Heterodimeren Signale abgeben. Afatinib vermag alle Rezeptoren gleichzeitig zu hemmen (Quelle: Boehringer Ingelheim, data on file).

Vor allem Patienten mit den häufigsten EGFR-Mutationen del19 und L858R profitierten von der Behandlung mit dem neuartigen, irreversiblen ErbB-Familiy-Blocker (Abb. 1), wie Prof. Frank Griesinger, Oldenburg, erklärte: Das PFS lag hier bei 13,6 Monaten im Gegensatz zu 6,9 Monaten in der Vergleichsgruppe. Durch die Verzögerung der Tumorprogression mit Afatinib wurden auch die krankheitsbedingten Symptome wie Dyspnoe und Schmerzen im Brustbereich verbessert. Und auch das Auftreten dieser Symptome wurde im Vergleich zur Kontroll-Gruppe verzögert. Darüber hinaus ergab die Erhebung der Lebensqualität mittels eines Standardfragebogens für Lungenkrebs-Patienten, dass die Afatinib-Therapie mit einer signifikant besseren Lebensqualität einherging als die Vergleichstherapie. Die unter Afatinib am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen waren Diarrhoe und Hautreaktionen. Sie waren vorhersehbar, beherrschbar und reversibel und entsprachen dem erwarteten Nebenwirkungsprofil. „Diese positiven Ergebnisse werden sicher bald zur Zulassung von Afatinib führen“, sagte Prof. Dr. Rainer Wiewrodt, Münster.

sk

„Meet the Clinic“ – Interaktiver Austausch mit Experten zum nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC), 06.07.2012, Oldenburg; Veranstalter: Boehringer Ingelheim

Literaturhinweis:
(1) ASCO 2012, Abstract LBA7500


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