Montag, 22. April 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

27. März 2014 Sicherheitsdaten von nab-Paclitaxel aus der neoadjuvanten Studie Nabrax liegen jetzt vor

nab-Paclitaxel ist beim metastasierten Mammakarzinom eine etablierte Substanz. Inzwischen sind mehrere Studien angelaufen, die nab-Paclitaxel auch in der adjuvanten und neoadjuvanten Situation prüfen. Ein Beispiel aus der Neoadjuvanz ist die spanische Studie Nabrax der GEICAM-Studiengruppe. Auf dem SABCS 2013 wurden die Daten zur Sicherheit berichtet. Es zeigte sich, dass bei nicht vorbehandelten Patientinnen die wöchentliche Dosierung von 150 mg/m2 (d1, 8, 15, dann 1 Woche Pause) gut eingesetzt werden kann. Diese Dosierung liegt höher im Vergleich zur häufig eingesetzten Dosierung von 125 mg/m2 nab-Paclitaxel.

Anzeige:

Eingeschlossen waren in die Studie Nabrax (1) Patientinnen mit hormonsensiblem und HER2-negativen Brustkrebs. Sie erhielten neoadjuvant 4 Zyklen nab-Paclitaxel (150 mg/m2 an d1, 8, und 15 alle 4 Wochen). Vorgestellt wurden die Sicherheitsdaten von 83 Patientinnen. Von ihnen erhielten 77 (92,8%) die vorgesehenen 4 Zyklen mit nab-Paclitaxel. Nur 4 Patientinnen (4,8%) beendeten nach 3 Zyklen die Behandlung wegen einer sensorischen Neuropathie. 2 Patientinnen erhielten keine neoadjuvante Therapie (1x Entscheidung der Patientin, 1x Entscheidung des Prüfarztes).

Die mediane Dosisintensität war mit 98,5% sehr hoch und weist darauf hin, dass die wöchentliche 150 mg/m2 Dosis für nicht vorbehandelte Patientinnen geeignet ist. Toxizitäten der Schweregrade 3 und 4 waren sehr selten (Neutropenie Grad 3 bei 12,3% und Grad 4 bei 3,7% der Patientinnen; Leukopenie Grad 3: 3,7%; Fatigue Grad 3: 3,7%, sensorische Neuropathie Grad 3: 2,5%). Die häufigste Nebenwirkung war eine sensorische Neuropathie (Grad 2 bei 26% und Grad 3 bei 2,5% der Patientinnen). 4 Patientinnen beendeten die Therapie wegen Nebenwirkungen.

Mit den Daten zur Wirksamkeit aus dieser Studie ist in etwa 6 Monaten zu rechnen.

as

Literaturhinweis:
(1) Martin M, et al. Nabrax: Neoadjuvant therapy of breast cancer with weekly nab-paclitaxel: Final safety of GEICAM 2011-02. P-3-14-15.


Das könnte Sie auch interessieren

Künstlerische Therapien in der Krebsbehandlung

Künstlerische Therapien in der Krebsbehandlung
© ChenPG / Fotolia.com

Viele Krebspatienten schöpfen durch Musik, Malen oder andere künstlerische Tätigkeiten neue Kraft. Doch lange Zeit reichte der wissenschaftliche Kenntnisstand nicht aus, um die Wirkung von Musik- oder Kunsttherapien zu belegen. Erst in den letzten Jahren wurden hierzu vermehrt psychoonkologische Studien durchgeführt, in denen es gelang, die Steigerung des Wohlbefindens von Patienten durch künstlerische Betätigungen nachzuweisen.

Brustkrebs bei Männern

Brustkrebs bei Männern
© Zerbor / fotolia.com

Jährlich erkranken zwischen 600 und 700 Männer an Brustkrebs. Das macht rund ein Prozent aller Brustkrebsfälle aus. Da es für Männer keine Brustkrebs-Früherkennungsprogramme gibt und der Gedanke an Krebs zunächst fern liegt, wird die Erkrankung beim Mann meist erst in späteren Stadien diagnostiziert als bei Frauen. Dadurch verstreicht wertvolle Zeit, die bei der Behandlung fehlt. Wie Brustkrebs beim Mann entsteht, erkannt und behandelt wird,...

Neues Infoportal rund um Ernährung und Krebs ist online

Neues Infoportal rund um Ernährung und Krebs ist online
© ernaehrung-krebs-tzm.de

Das neue Infoportal der Arbeitsgruppe „Ernährung und Krebs“ am Tumorzentrum München (TZM) ist ab sofort unter www.ernaehrung-krebs-tzm.de online. Es bündelt wissenschaftlich fundierte Informationen, gibt praktische Hilfestellung und vermittelt Kontakte zu anerkannten Therapeuten und Beratungsstellen rund um das Thema Ernährung und Krebs. Die Arbeitsgruppe besteht aus qualifizierten Ärzten und Ernährungsfachkräften unter der Leitung von Professor...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Sicherheitsdaten von nab-Paclitaxel aus der neoadjuvanten Studie Nabrax liegen jetzt vor"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.