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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

04. Oktober 2005 Selentherapie lindert Lymphödeme

Lymphödeme treten bei über der Hälfte der Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren während der Behandlung auf und bei bis zu 30% der Brustkrebspatientinnen. Kleinere aktuelle Studien zeigen, dass eine Therapie mit Selen den Umfang von Lymphödemen verringern kann.
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Vor allem die Lymphödeme im Kopf-Hals-Bereich sind mit physikalischen Behandlungsmethoden kaum erreichbar und beeinträchtigen die Patienten für lange Zeit. Wie Dr. Thomas Zimmermannn von der Chirurgischen Uniklinik Dresden kürzlich in einer randomisierten, plazeokontrollierten Studie zeigen konnte, führt die Therapie mit Natriumselenit (selenase®) bei Patienten mit Mundboden- und Zungengrundkarzinomen nach 14 Tagen zu einer signifikanten Reduktion der Lymphödeme. Parallel dazu sank das Risiko von Folgeerkrankungen wie Nachblutungen und Lungenentzündungen sowie die Notwendigkeit der Reintubation. 10 Patienten erhielten prä-, intra- und postoperativ jeweils 1000 mg Selen und danach für weitere 3 Wochen 1000 mg Selen pro Tag. Mit den Selenkonzentrationen in Plasma und Vollblut stieg die Aktivität der Glutathionperoxidase, die die Zellen vor freien Radikalen schützt. Ausmaß und Schwere der Lymphödeme korrelierten invers mit Selenkonzentrationen und Aktivität der Glutathionperoxidase. Bereits nach einer Woche zeigte sich in der Verumgruppe eine deutliche Reduktion des Lymphödems gegenüber der Placebogruppe.
Zu ähnlichen Ergebnissen kam eine Studie von Dr. Jens Büntzel von der Klinik für HNO-Erkrankungen im Südharz-Krankenhaus Nordhausen bei der Behandlung des Kehlkopfödems infolge Radiochemotherapie bei Kopf-Hals-Tumoren. Nach 3 x täglich 200 mg Selen für 8 Wochen war bei 18 von 20 Patienten ein deutlicher Rückgang des Ödems zu erkennen. Bei 13 Patienten konnte deshalb auf eine Tracheostomie verzichtet werden, bei 5 weiteren Patienten war sie nur vorübergehend nötig.

Quelle: biosyn


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