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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

31. Juli 2015 Rezidivierte oder metastasierte Kopf-Hals-Tumoren: Pembrolizumab vielversprechend

Der PD-1-Inhibitor Pembrolizumab erwies sich in der bislang größten Studie mit einem Immuntherapeutikum bei Patienten mit fortgeschrittenem Kopf-Hals-Tumor als gut wirksam, so die vorläufigen Ergebnisse aus der KEYNOTE-012-Studie.

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Kopf-Hals-Tumoren gehören weltweit zu den 5 häufigsten Krebserkrankungen. Die rezidivierte/metastasierte Erkrankung ist schwer zu therapieren. „Sie hat eine ähnlich schlechte Prognose wie Lungenkrebs“, erläuterte Tanguy Seiwert, Chicago, USA. Das mediane Gesamtüberleben der betroffenen Patienten liegt nach einer Erstlinientherapie bei 13 Monaten, bei zuvor therapierten Patienten bei 6 Monaten. Zur Standardbehandlung gehört initial eine Platin-haltige Chemotherapie mit oder ohne Cetuximab, in der zweiten Linie wird mit Methotrexat, Docetaxel und Cetuximab behandelt.

In einer Expansionskohorte der Phase-1b-Studie KEYNOTE-012 wurden 132 vorbehandelte Patienten mit einem fortgeschrittenen Kopf-Hals-Tumor mit dem PD-1-Inhibitor Pembrolizumab in einer Dosierung von 200 mg i.v. alle 3 Wochen behandelt. Sie wurden unabhängig vom PD-L1- und vom HPV-Status in die Studie eingeschlossen.

Unter Pembrolizumab wurde eine Gesamtansprechrate von 24,8% erreicht. Sie war bei HPV-positiven Patienten mit 20,6% und HPV-negativen Patienten mit 27,2% ähnlich gut. Ein komplettes und partielles Ansprechen sowie eine stabile Erkrankung erreichten 49,6% der Patienten. Bei 56% der Patienten verkleinerte sich der Tumor. Die mediane Dauer des Ansprechens ist bislang noch nicht erreicht. 86% der Responder befanden sich am Stichtag 23. März 2015 noch in Remission.

Die unerwünschten Wirkungen entsprachen den bisher in anderen Studien beobachteten Nebenwirkungen. Am häufigsten waren Fatigue (15,2%), Hypothyreoidismus (9,1%), verminderter Appetit (7,6%), Hautausschlag (7,6%), trockene Haut (6,8%) und Fieber (6,8%). In wenigen Fällen kam es zu immunologisch bedingten Nebenwirkungen wie interstitieller Lungenerkrankung vom Grad 2 (n=1), Grad-3-Kolitis (n=1) sowie Grad-3-Pneumonitis (n=2).

Derzeit wird Pembrolizumab in 2 Phase-III-Studie bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren im Vergleich zu einer Standard-Chemotherapie untersucht.

Dr. Susanne Heinzl (sh)

Quelle: ASCO 2015, LBA #6008


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