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Fachinformation

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

31. Mai 2017
Seite 3/7

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Operative Überlegungen

Der Verwendungszweck der synthetischen Netze wird weitgehend übereinstimmend in der Fixation des Musculus pectoralis major über den kranialen Anteilen des Implantats, der kaudolateralen Implantat-Bedeckung und Abstützung der Submammarfalte gesehen. Eine eigentliche Gewebesubstitution wird durch die synthetischen Netze nicht erreicht, wobei die schnelle Bindegewebseinsprossung zu einer weichen, gleichmäßigen, dünnen Kapsel führt. Nicht immer wird von Patientinnen eine submuskuläre Implantat-Einlage gewünscht. Nach unserer Erfahrung ist mit den synthetischen Netzen eine Komplettbedeckung des Implantats möglich; der Nachteil bestand bis dato darin, dass für die Komplettbedeckung 2 Netze verwendet werden mussten (Abb. 3), wobei neu konfigurierte Netzzuschnitte und Netz-Implantat-Taschen die Komplettbedeckung ermöglichen werden (13, 14). Nach unserer Erfahrung ist auch der Erhalt größerer Brustvolumina mittels Implantat-basierter, Netz-Unterstützter Sofortrekonstruktion möglich, wobei bei adipösen Patientinnen mit höheren Mastektomie-Gewichten vornehmlich Eigengewebsrekonstruktionen angestrebt werden sollten.

 
Abb. 3: Kaudale und kraniale Implantatbedeckung durch 2 mittelgroße teilresorbierbare SeraGyn®BR-Netze bei epipectoraler Implantat-Einlage.
Kaudale und kraniale Implantatbedeckung durch 2 mittelgroße teilresorbierbare SeraGyn®BR-Netze



Problematisch ist nach unserer Erfahrung mitunter, dass bei epipectoraler Implantat-Einlage in den oberen Quadranten Unregelmäßigkeiten auftreten können (Abb. 4). Diese kosmetischen Defizite können sehr gut mit einem Lipofilling im Intervall ausgeglichen werden (LoE 2a, B; +).

 
Abb. 4: Volumendefizit und Hautwellung nach epipectoraler Implantat-Einlage nach NSSM; Möglichkeit der Korrektur durch Lipofilling.
Volumendefizit und Hautwellung nach epipectoraler Implantat-Einlage



Die Vielzahl der für die rekonstruktive Mammachirurgie einsetzbaren Materialien eröffnet das Problem der Wahl. Die AGO-Leitlinien 2017 sehen wie in den Vorjahren die synthetischen Netze und ADMs als gleichwertig an (LoE 2b, B; +).

 

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