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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

24. Februar 2015 Ramucirumab - aussichtsreiche Option für Zweitlinientherapie des metastasierten kolorektalen Karzinoms

ASCO GI 2015

Die Studie RAISE hat ihren primären Endpunkt erreicht und eine statistisch signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens für Ramucirumab + FOLFIRI im Vergleich zu Placebo + FOLFIRI in der Zweitlinientherapie von Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) nachgewiesen.

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RAISE ist eine randomisierte, multizentrische Phase-III-Studie, in die 1.072 Patienten mit mCRC eingeschlossen wurden, die während oder nach einer Erstlinientherapie mit Bevacizumab, Oxaliplatin und einem Fluoropyrimidin progredient waren (1). Stratifiziert wurden die Patienten nach Herkunftsland, KRAS-Mutation und Zeit bis zur Krankheitsprogression nach Beginn einer Erstlinientherapie. Sie wurden in zwei Gruppen randomisiert und erhielten entweder den VEGFR-2-Antagonisten Ramucirumab plus FOLFIRI oder Placebo plus FOLFIRI.

Patienten, die mit Ramucirumab in Kombination mit FOLFIRI behandelt wurden, hatten ein signifikant verbessertes Gesamtüberleben (OS) sowie progressionsfreies Überleben (PFS) gegenüber der Vergleichsgruppe, berichtete Josep Tabernero vom Vall d´Hebron Universitätskrankenhaus in Madrid/Spanien, und dies über alle untersuchten Subgruppen hinweg (OS: 13,3 vs. 11,7 Monate; HR=0,84; p=0,0219; PFS: 5,7 vs. 4,5 Monate; HR=0,79; p=0,0005). Außerdem bestand ein Trend zu einer verbesserten Krankheitskontrollrate im Vergleich zu FOLFIRI allein (74,1% vs. 68,8%; p=0,0587). Die Ansprechrate war hingegen nicht unterschiedlich (13,4 vs. 12,5%; p=0,6336).

Ramucirumab war relativ gut verträglich, obwohl unter Kombination mit FOLFIRI häufiger Neutropenie, Fatigue, Thrombozytopenie und Proteinurie vom Schweregrad 3 aufgetreten sind als mit FOLFIRI allein. Allerdings erhöhte Ramucirumab nicht die Häufigkeit des Auftretens febriler Neutropenien, betonte Tabernero. Ramucirumab ist zugelassen zur Therapie des fortgeschrittenen Adenokarzinoms des Magens und des ösophagealen Übergangs und könnte nach den Ergebnissen der RAISE-Studie auch das Arsenal in der Zweitlinientherapie des mCRC erweitern.

as

Literaturhinweis:
(1) Tabernero J, et al. ASCO GI 2015. Abstract #512.


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