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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

15. Juli 2010 Prostatakarzinom: Kombinierte Hormon-/Strahlentherapie verlängert das Überleben bei lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom

ASCO 2010

Eine Strahlentherapie, die zusätzlich zur antiandrogenen Langzeittherapie appliziert wird, verlängert signifikant das Überleben von Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom im Vergleich zur alleinigen Hormontherapie. In einer randomisierten Phase-III-Studie, die auf dem diesjährigen ASCO mit über 1200 Patienten vorgestellt wurde [1], verringerte die zusätzliche Radiotherapie das Mortalitätsrisiko um 43%.
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Einschlusskriterien waren T3/4 Prostatakarzinom oder T2 mit hohem Risiko (PSA >40 ug/ml oder PSA > 20 ug/ml, Gleason > 8). Eine alleinige antiandrogene Behandlung (Orchiektomie oder LHRH-Agonist) erhielten 602 Patienten, eine zusätzliche Radiotherapie 603 Patienten.

Nach 7 Jahren lebten noch 66% der Patienten, die eine alleinige antiandrogene Therapie erhalten hatten, im Vergleich zu 74% aus der Gruppe mit kombinierter Hormon-/Strahlentherapie.

Bei 26% aus der ersten Gruppe war das Prostatakarzinom die Todesursache im Vergleich zu 10% in der Gruppe, die zusätzlich eine Radiotherapie erhalten hatte. Patienten aus der Kombinationstherapie-Gruppe lebten im Durchschnitt 6 Monate länger. Die geschätzte kumulative 10-Jahres-Prostatakarzinom-spezifische Mortalitätsrate beträgt unter alleiniger antiandrogener Therapie 23% im Vergleich zu 15% mit zusätzlicher Radiotherapie und war ebenfalls statistisch signifikant.

Bezüglich der Spättoxizität wurde kein signifikanter Unterschied beobachtet.


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Abstract CRA 4504. Intergroup randomized phase III study of androgen deprivation therapy (ADT) + radiation therapy (RT) in locally advanced prostate cancer (CaP) (NCIC-CTG, SWOG, MRC-UK, INT: T94-0110; NCT00002633). P. R. Warde, M. D. Mason, M. R. Sydes, M. K. Gospodarowicz, G. P. Swanson, P. Kirkbride, E. Kostashuk, J. Hetherington, K. Ding, W. Parulekar, NCIC CTG PR.3/ MRC PRO7/ SWOG JPR3 investigators

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