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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

10. Dezember 2014 Personalisierte Therapie bei Lungenkrebs - sicherstellen durch molekulare Testung

DGHO 2014

Die personalisierte Therapie bei Lungenkrebs ist inzwischen in der Praxis angekommen. Überzeugende Daten zur Wirksamkeit einer zielgerichteten Therapie gibt es insbesondere bei EGFR-Mutationen oder Veränderungen des ALK-Gens.

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Prof. Frank Griesinger, Oldenburg, plädierte dafür, eine molekular-pathologische Testung primär durchzuführen und die Ergebnisse noch vor Beginn einer Erstlinientherapie abzuwarten. Netzwerkbildungen wie das Netzwerk für genomische Medizin in Köln sollen sicherstellen, dass Patienten mit Lungenkrebs Zugang zu neuen zielgerichteten Substanzen haben, wenn sie davon profitieren können. Das Netzwerk für genomische Medizin in Köln hat etwa 130 Partner und schließt 3.800 Lungenkrebspatienten pro Jahr in das Register ein. Seit April 2014 besteht die Möglichkeit der Finanzierung durch die AOK Rheinland/Hamburg. Ein weiteres Netzwerk ist NOWEL, das über die Pathologie Hamburg koordiniert wird.

Eine retrospektive Analyse zum Gesamtüberleben von Patienten mit ALK+ NSCLC aus dem Netzwerk für genomische Medizin in Köln, die bereits zwei oder mehr Therapielinien erhalten hatten, zeigt einen klaren Überlebenszeitgewinn durch die Behandlung mit Crizotinib. Kliniken, die bisher noch nicht in einem Netzwerk organisiert sind, rät Griesinger, sich einer solchen Initiative anzuschließen oder eigene Netzwerke zu bilden.

Klinische Studien mit Crizotinib (Xalkori®) lieferten überzeugende Daten zu Wirksamkeit und Lebensqualität. Griesinger riet, eine Therapie mit Crizotinib erst umzustellen, wenn die Erkrankung symptomatisch wird, und nicht bereits, wenn ein Progress nach RECIST-Kriterien vorliegt. Denn entscheidend sei das Ausmaß des Progresses, d.h. die Aggressivität und die Lokalisation neuer Metastasen. Auch nach Progress unter Crizotinib-Therapie bleibt ALK häufiger Hauptantrieb des Tumorwachstums.

Aktuelle Auswertungen zeigen, dass der orale Inhibitor der ALK-Tyrosinkinase auch bei Hirnmetastasen effektiv ist. Der primäre Endpunkt, die intrakranielle Krankheitskontrollrate, betrug in einer retrospektiven Analyse nach 12 Wochen 60% und lag damit auf Niveau der systemischen Krankheitskontrollrate. Dies galt sowohl für nicht vorbehandelte (56%) als auch für vorbehandelte (62%) Hirnmetastasen. Die objektive Ansprechrate betrug insgesamt 25%.

as

Pfizer-Fachpressegespräch: "Meet-the-Expert NSCLC - Patientenversorgung optimieren!", 11.10.2014


Literaturhinweis:

(1) Costa DB et al. Oral presentation at WCLC 2013; Abstr. #2932.


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