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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

23. April 2019 Pembrolizumab + Chemotherapie: Schlagkräftige Kombination auch beim plattenepithelialen NSCLC

Die Zulassung von Pembrolizumab (Keytruda®) für den Einsatz beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) wurde kürzlich basierend auf Ergebnissen der Keynote-407-Studie um eine Indikation erweitert: Als erster PD-1 (Programmed Cell Death 1 Protein)-Inhibitor kann der Wirkstoff nun in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel oder nab-Paclitaxel zur Erstlinientherapie des metastasierenden NSCLC (mNSCLC) mit Plattenepithel-Histologie eingesetzt werden.
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Das Plattenepithelkarzinom der Lunge ist eine Tumorentität mit sehr schlechter Prognose. Die Komorbiditätslast ist hoch. „Die Patienten sind deutlich kränker als bei einem Adenokarzinom“, so Prof. Dr. Christian Grohé, Berlin. Mit der Zulassungserweiterung für Pembrolizumab steht nun erstmals eine Kombinationstherapie für das plattenepitheliale mNSCLC zur Verfügung. Die Zulassung basiert auf Daten der klinischen Phase-III-Studie Keynote-407, die 559 Patienten mit mNSCLC unabhängig von der PD-L1-Expression einschloss. Sie verglich die Kombination Carboplatin + Paclitaxel/nab-Paclitaxel mit und ohne Pembrolizumab beim plattenepithelialen mNSCLC. Die dualen primären Endpunkte waren das Gesamtüberleben (OS) sowie das progressionsfreie Überleben (PFS). Das Ergebnis zeigt klar die Überlegenheit des Pembrolizumab-haltigen Regimes: Das OS verbesserte sich signifikant mit einer Reduktion des Sterberisikos um 36% (HR=0,64; 95%-KI: 0,49-0,85). Das Progressions- und Sterberisiko sank um 44% (HR=0,56; 95%-KI: 0,45-0,70). Der Vorteil von Pembrolizumab war in allen Subgruppen erkennbar, so Grohé, also unabhängig von Alter und Geschlecht, aber auch vom PD-L1-Status und dem gewählten Taxan.


Breiter Einsatz beim NSCLC

Pembrolizumab ist für Patienten mit Lungenkrebs auch für folgende Indikationen zugelassen:

• Erstlinienbehandlung des metastasierenden nicht-plattenepithelialen NSCLC in Kombination mit Pemetrexed und Platin-Chemotherapie bei Erwachsenen ohne EGFR- oder ALK-Mutationen im Tumor

• Als Monotherapie zur Erstlinienbehandlung des metastasierenden plattenepithelialen und nicht-plattenepithelialen NSCLC bei Erwachsenen mit hoher PD-L1-Tumorexpression (Tumor Proportion Score [TPS] ≥ 50%) ohne EGFR- oder ALK-Mutationen im Tumor

• Als Monotherapie zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierenden NSCLC bei Erwachsenen mit PD-L1-exprimierenden Tumoren (TPS ≥ 1%), die bereits mit mind. einem Chemotherapie-Regime behandelt wurden.

Dr. Beate Fessler

Quelle: Launch-Pressekonferenz „KEYTRUDA® (Pembrolizumab) als Kombination beim mNSCLC – jetzt auch für Patienten mit Plattenepithelkarzinom“, DGP, 14.03.2019, München; Veranstalter: MSD


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