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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

28. Juni 2013 Patientin mit Primär ossär metastasiertem invasiv-duktalen Mammakarzinom

Kasuistik III

Erstdiagnose eines primär ossär metastasierten invasiv-duktalen Mammakarzinoms rechts in 07/2009 (Kasuistik vorgestellt von PD Dr. Mathias Warm, Brustzentrum Holweide, Kliniken der Stadt Köln gGmbH, Universität Witten-Herdecke).

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Diagnose

07/2009: pT2(mult), pN1a (2/22), M1, G2, ER-, PR 3, HER2 -

Ossäre Metastasen: BWK 8/9, 5. Rippe, Os ilium u. Femur links

Z.n. brusterhaltender Therapie (BET) und Axilla


Therapie und Verlauf

07/2009: BET rechts, axilläre Lymphonodektomie rechts. Radiatio Brust/LAW plus Becken li./BWK 8/9.

Therapiebeginn mit Tamoxifen und Ibandronat

04/2010: Progress ossär, sonst stabil; Schmerzen rechtes Becken/Femur.


Maßnahmen

05/2010: Stanzbiopsie Becken rechts (IHC neu: ER 4, PR 6, HER2-), GnRH plus Aromataseinhibitor; Umstellung auf Denosumab; Radiatio

06/2011: Progress ossär und viszeral; Lungenmetastasen (klein, multiple) im CT.


Maßnahmen


07/2011:
Capecitabin plus Denosumab (intermittierend mit 1.000 mg/m2, dann erhöht)

09/2012: Progress Hirnfiliae, Lunge stabil, ossäre Metastasen stabil.


Maßnahmen

09/2012: Portanlage und Beginn einer Chemotherapie mit nab-Paclitaxel 150 mg/m2 (d 1, 8, 15, Wdh. d29); Weiterführung der Therapie mit Denosumab q4w.

Nach 3 Zyklen mit 150 mg/m2 nab-Paclitaxel Reduktion auf 100 mg/m2 wegen Leukopenien (0,8). Gute Verträglichkeit der reduzierten Dosis.

01/2013: Staging: partielle Remission der pulmonalen Filiae, stable disease der ossären Filiae, keine relevante Polyneuropathie (Grad 1). Besserung des unter Capecitabin aufgetretenen Hand-Fuß-Syndroms nach dem Wechsel auf nab-Paclitaxel. Hirnfiliae stabil.

03/2013: Weiterführen der Therapie mit nab-Paclitaxel 100 mg/m2 weekly ohne Pause bei guter Verträglichkeit, stabile Krankheitssituation.


In der Therapie des metastasierten Mammakarzinoms sollte einer sequentiellen zytostatischen Monotherapie gegenüber einer Kombinationstherapie der Vorzug gegeben werden, sofern keine Hochrisikosituation vorliegt. Taxane haben in dieser Situation den höchsten Empfehlungsgrad der AGO. nab-Paclitaxel hat den Vorteil, dass ein gutes Monitoring und Dosisanpassungen möglich sind. Weitere Vorteile gerade in der fortgeschrittenen Krankheitssituation: Eine Prämedikation mit Kortison ist nicht notwendig. Nebenwirkungen wie die periphere Neuropathie bilden sich schneller zurück als unter den konventionellen Taxanen (im Median nach 22 vs. 79 Tagen).
 


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