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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

11. September 2015 Aktuelle Daten zu Avastin firstline bestätigen Wirksamkeit unabhängig vom Tumorrest

PFS-Vorteil in der Therapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms

Die frühe und kontinuierliche Firstline-Therapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms mit Bevacizumab (Avastin®) in Kombination mit Carboplatin/Paclitaxel bewirkt eine signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) unabhängig vom Tumorrest. Dies ergab eine Subgruppenanalyse der Phase-III-Studie ICON 7, deren Ergebnisse kürzlich auf dem Amerikanischen Krebskongress in Chicago präsentiert wurden. Die aktuelle Auswertung der in Deutschland als AGO-Ovar 11 bekannten Studie bestätigt die positiven Ergebnisse der ursprünglichen Intention-to-treat-Analyse für alle vordefinierten Subgruppen. Patientinnen mit FIGO-Stadium IIIB-IV, die makroskopisch tumorfrei operiert waren, hatten durch die Behandlung mit Bevacizumab ebenso ein verlängertes PFS (HR=0,77; 95%-KI 0,59-0,99), wie Patientinnen mit einem Tumorrest > 0 cm (HR=0,81; 95-KI 0,69-0,95) (1).

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Fachinformation

Die Zulassung von Bevacizumab in Kombination mit Carboplatin/Paclitaxel zur Firstline-Behandlung von Patientinnen mit Ovarialkarzinom im Stadium IIIB-IV, im Dezember 2011 brachte nach einem Jahrzehnt des therapeutischen Stillstands erstmals wieder einen bedeutenden Fortschritt in der Therapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms. Seither hat sich Avastin firstline als gelebter Standard in der klinischen Routine etabliert. Grundlage der Zulassung in 2011 waren die überzeugenden Wirksamkeitsdaten aus der GOG-0218-Studie (2, 3). Die doppelblinde, Placebo-kontrollierte Phase-III-Studie (n=1.873) untersuchte die Wirksamkeit von Bevacizumab in Kombination mit Chemotherapie bei der Behandlung von Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom (OC). Die Auswertung durch die Prüfärzte ergab eine signifikante Verlängerung des PFS um 6,2 Monate gegenüber alleiniger Chemotherapie (18,2 vs. 12,0 Monate) bei Patientinnen, die firstline mit Bevacizumab in Kombination mit Carboplatin/Paclitaxel und anschließender kontinuierlicher Bevacizumab-Monotherapie von insgesamt 15 Monaten behandelt wurden. Das entsprach einer signifikanten Reduktion des Progressionsrisikos um 36% (HR=0,644; p<0,0001) (2-4). Die Vorteile einer frühzeitigen und kontinuierlichen Bevacizumab-Gabe zeigten sich unabhängig vom Alter, dem Allgemeinzustand, dem Tumorstadium und dem postoperativen Tumorrest der Patientinnen (1, 3).

Auch in der Rezidiv-Therapie verlängert die Zugabe des VEGF-Antikörpers die Zeit bis zum Tumorprogress. Dabei kann Bevacizumab sowohl zur Behandlung des Platin-sensiblen als auch des Platin-resistenten Rezidives eingesetzt werden, wenn die Patientin den monoklonalen Antikörper nicht bereits in der Primärtherapie erhalten konnte. Studien ergaben für beide Rezidiv-Situationen einen signifikante Verlängerung des PFS um 4,0 Monate (HR=0,484; 95%-KI 0,388-0,605; p<0,0001) (2, 5) bzw. 3,3 Monate (HR=0,48; 95%-KI 0,38-0,60; p<0,001) (6).

Die zielgerichtete Therapie mit Bevacizumab ist nicht nur wirksam, sondern zugleich sicher und verträglich. Die Wirksamkeit bestätigte sich erneut in den aktuellen, auf dem Amerikanischen Krebskongress vorgestellten Subgruppen-Daten. Das Sicherheitsprofil entsprach den bekannten Ergebnissen früherer Untersuchungen zur Firstline- und Rezidiv-Therapie (1, 3, 5, 6).

Literatur:

(1) Gonzalez MA et al. JCO 2015; 33(Suppl): #5548.
(2) Aktuelle Fachinformation Avastin®.
(3) Burger RA et al. NEJM 2011; 365:2473-2483.
(4) Burger RA et al. JCO 2011; 29 (suppl): 337s, #5023.
(5) Aghajanian C et al. JCO 2012; 30: 2039-45.
(6) Pujade-Lauraine E et al. JCO 2014; 32:1302-8.


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