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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

09. Januar 2008 Onkologisch tätige Ärzte und Apotheker wollen klinische Probleme gemeinsam meistern

Supportive Maßnahmen sind im Rahmen einer umfassenden Krebstherapie unverzichtbar und müssen bereits von Anbeginn in das Therapiekonzept einbezogen werden. Doch oft ist das Wissen selbst in den Fachkreisen über die aktive Antitumortherapie besser als über die für die Lebensqualität der Patienten so wichtigen supportiven Maßnahmen. Viele moderne onkologische Behandlungsstrategien wären jedoch ohne eine adäquate Supportivtherapie für die Patienten unnötig belastend, wie z.B. Übelkeit und Erbrechen, und zum Teil sogar lebensgefährlich, wie beispielsweise neutropenisches Fieber.
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Unter der Leitung und Moderation von Prof. Petra Feyer, Berlin, der ersten Vorsitzenden des Arbeitskreises Supportive Maßnahmen in der Onkologie (ASO), Klaus Meier, dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der Onkologischen Pharmazie (OPH) der Deutschen Krebsgesellschaft, Dr. med. Karin Jordan, Arbeitsgruppe Supportive Onkologie in der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) der Deutschen Krebsgesellschaft und Prof. Hans-Günther Mergenthaler, Chefarzt und Onkologe aus Stuttgart, erläuterten Ärzte verschiedener Fachbereiche gemeinsam mit onkologischen Pharmazeuten, welche Neuerungen es im klinischen und pharmazeutischen Bereich der ausgewählten Supportivfelder Haut- und Schleim­hauttoxizität, Neurotoxizität und Tumorschmerz gibt.

Vorgestellt und diskutiert wurden Leitlinien und Hilfestellungen für den praktischen onkologischen Alltag, aber es wurde auch offenbar, dass es an der Umsetzung der optimalen Supportivtherapie häufig noch hapert und zum Teil erhebliche Schwierigkeiten auftreten können.

Obwohl es das WHO-Stufenschema zur Schmerztherapie bereits seit 20 Jahren gibt, leiden noch immer 20% der Tumorpatienten unter Schmerzen, weil sie nicht opti-
mal therapiert werden und beispielsweise Durchbruchschmerzen nicht abgefangen werden, bemängelte Mergenthaler.

Besonders problematisch ist auch die Therapie neurologischer Komplikationen und Schmerzen, obwohl hierfür laut der Referenten Dr. med. Susanne Koeppen, Essen, und dem Pharmazeuten Michael Höckel aus Eisenach, verschiedene wirksame Medikamente zur Verfügung stehen.

Wie wichtig eine Mukositisprophylaxe ist, konnten Jörg Hartmann, Tübingen, aus klinischer Sicht, und Dr. Christian Bannert, Augsburg, aus Perspektive des Arzneimittelfachmanns deutlich machen. Es wurde ersichtlich, wie wenige evidenzbasierte Daten es für die verfügbaren therapeutischen Mundspüllösungen tatsächlich gibt und dass als „bewährt“ geltende Rezepturen oft keine rationale Grundlage haben. Gute Erfahrungen hat Bannert in seinem Klinikum mit Glandomed®, einer medizinischen Mundspüllösung, die u.a.Macrogol enthält, gemacht.

„Onkologisch tätige Ärzte und Apotheker sollten klinische Probleme gemeinsam meistern“, sagte Apotheker Jürgen Barth aus Essen in seinem Fazit für die Praxis bezüglich der Prophylaxe und Therapie von Haut- und Schleimhauterkrankungen. Leitlinien und Empfehlungen für die supportive Maßnahmen finden sich auf der Webseite des ASO unter www.onkosupport.de.

Quelle: Gemeinsamer Workshop der ASO, AIO und DGOP: State of the Art in der onkologischen Supportivtherapie: Focus Haut- und Schleimhauttoxizität. Neurotoxizität und Tumorschmerz am 21. November in Stuttgart, unterstützt von cell pharm. Bericht: Dr. Petra Ortner

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