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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

07. Juli 2014 Neuroendokrine Tumoren: Behandlung mit Octreotid LAR und Everolimus

In den internationalen Leitlinien haben Octreotid LAR (Sandostatin® LAR®-Monatsdepot) und Everolimus (Afinitor®) einen hohen Stellenwert im Therapiealgorithmus von Neuroendokrinen Neoplasien. Grundlage für die Empfehlungen sind die PROMID-Studie mit Octreotid LAR beim Mitteldarm-NET und die Studie RADIANT-3 mit Everolimus  beim Pankreatischen NET.

Mitteldarm-NET

Daten aus der Placebo-kontrollierten PROMID-Studie haben für das Somatostatin-Analogon (SSA) Octreotid LAR einen positiven Effekt bei Therapie-naiven Patienten mit Mitteldarm-NET aufgezeigt. Mit 14,3 Monaten war der Zeitraum bis zur Tumorprogression (TTP) im Vergleich zum Placebo-Arm mit 6,0 Monaten signifikant verzögert (p=0,0001). Ein besonderer Nutzen offenbarte sich bei neu diagnostizierten Patienten mit wenigen Lebermetastasen (hepatische Tumorlast ≤ 10%), bei denen das Sterberisiko um 44% reduziert werden konnte. Es wird empfohlen, die Behandlung mit dem subkutan zu verabreichenden und kurz wirksamen Octreotid zu beginnen und erst später auf die Octreotid-Depotform mit einer monatlichen Injektion umzustellen, um eine bessere Lebensqualität zu erreichen. Aufgrund der Ergebnisse aus der PROMID-Studie wird in den aktuellen Leitlinien der ENETS die Anwendung von SSA, wie Octreotid LAR, für die antiproliferative Erstlinientherapie von funktionell aktiven und inaktiven G1/G2-NET des Mitteldarms empfohlen.

Pankreatischer NET


Der mTOR-Inhibitor Everolimus zeigte in der Placebo-kontrollierten Zulassungsstudie RADIANT-3 eine signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens für die Behandlung von Patienten mit metastasiertem progredienten pankreatischen NET (pNET) G1/G2. Im Vergleich zur "best supportive care" (BSC) verlängerte Everolimus das mediane PFS von 4,6 Monaten auf 11,0 Monate (HR=0,35; 95%-KI 0,27-0,45; p<0,001). In einer Subgruppenanalyse der RADIANT-3-Studie konnte Everolimus auch bei Chemotherapie-naiven Patienten im Vergleich zu BSC eine signifikante Verlängerung des medianen PFS von 5,4 auf 11,4 Monate erzielen (HR=0,42; 95%-KI 0,29-0,60; p<0,001). Zudem zeichnet sich Everolimus durch ein gut beherrschbares Sicherheitsprofil und eine einfache orale Anwendung aus. Die gute Datenlage führte zur Empfehlung von Everolimus u.a. in der ENETS-Leitlinie als Therapieoption in der Erstlinie beim fortgeschrittenen pankreatischen NET G1/G2.

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Novartis-Symposium: "Kontroverse klinische Kasuistiken: Interaktive Diskussionen zu NET, MDS und Thalassämie" im Rahmen des DKK, Berlin, 20.02.2014


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