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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

18. Dezember 2007 Neuer Leukämie-Chip zeigt hohe Genauigkeit bei der Subklassifikation

Gemeinsame Jahrestagung der deutschen, österreichischen und schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie. Basel/Schweiz, 5. – 9. Oktober 2007

In der internationalen Multicenterstudie MILE (Microarray Innovations in LEukemia) zeigte der im Vergleich zur aktuellen Routinediagnostik untersuchte AmpliChip Leukämie Test eine hohe Genauigkeit bei der Subklassifikation von Leukämien. Die von Prof. Torsten Haferlach, München, vorgestellten Studiendaten wurden bei der gemeinsamen Jahrestagung der DGHO in Basel als „best abstract“ ausgezeichnet.
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Die vom European LeukemiaNet initiierte MILE-Studie untersucht seit 2005 die Leistungsfähigkeit eines neuartigen Microarrays zur Diagnostik und Subklassifikation akuter und chronischer Leukämien. Die dabei generierten Daten bilden die Grundlage für die Entwicklung eines produktionsfähigen Leukämie-Genchips, der nach der Zulassung einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Diagnostik und Therapie von Leukämien leisten soll. Nach einer Vorphase, in der zunächst die Reproduzierbarkeit und Übereinstimmung der Microarray-Ergebnisse in den elf teilnehmenden Studienzentren (Europa: 7, USA: 3, Singapur: 1) nachgewiesen worden waren, wurden ab Mitte 2005 im Rahmen der MILE-Studie insgesamt 2926 Proben mit dem neuen Genchip analysiert und die auf der Basis der Microarray-Daten (Affymetrix HG-U133 Plus 2.0) vorgenommene Klassifizierung von 18 Leukämie-Typen und myelodysplastischem Syndrom (MDS) mit den Ergebnissen der klinischen Routinediagnostik verglichen. In 94,44% der Fälle stimmten die Microarray-Ergebnisse mit den Befunden der herkömmlichen Diagnostik überein. Unstimmigkeiten gab es vor allem bei der Unterscheidung von MDS-Proben mit einer AML-ähnlichen Gensignatur und AML mit normalem Karyotyp. CLL-Proben konnten aufgrund unterschiedlicher Genexpressionsprofile darüber hinaus in Subgruppen mit mutiertem und nicht mutiertem IgVH-Gen (Genauigkeit: 98,41% bei 289 Proben) bzw. ZAP-70-positive und -negative CLL klassifiziert werden. Der in Phase I validierte Leukämie-Genchip wird seit Dezember 2006 in der zweiten Phase der MILE-Studie prospektiv an weiteren 2000 Fällen überprüft.

Quelle:


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