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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

08. Januar 2002 Neue Methode der Krebs-Früherkennung

Forscher der Universität Heidelberg entwickelten eine neue Methode, mit der einzelne p53-Autoantikörper unmittelbar und rasch in Blutseren nachgewiesen werden können.
Von besonderer Bedeutung beim Entstehen von Tumorzellen sind Schäden in der Erbsubstanz von Tumorsuppressor-Genen. Das p53-Tumorsuppressor-Gen spielt in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle, denn bei 60–80% aller Tumoren konnten Mutationen in diesem Gen nachgewiesen werden. Alle bisher bekannten Mutationen des p53-Gens haben ihre Eigenschaft verloren, Tumorzellen zu unterdrücken.
Da mutantes p53-Protein außerdem das Immunsystem aktiviert, reagieren viele Tumorpatienten mit der Bildung so genannter p53-Autoantikörper. An diesen Molekülen lässt sich mit fast 100%iger Sicherheit eine vorhandene Tumorerkrankung nachweisen.
Das Immunsystem reagiert jedoch nicht auf die Mutation des p53-Proteins, sondern hauptsächlich gegen zwei kurze Abschnitte am Proteinende. Diese Epitope haben die Heidelberger Wissenschaftler markiert und über eine Farbreaktion mit Hilfe der Einzelmolekülspektroskopie sichtbar gemacht. Daraufhin entwickelten sie genau jene immunogen wirkenden, farbstoffmarkierten Peptid-Epitope, die die Gegenwart von p53-Autoantikörper durch einen drastischen Fluoreszenzanstieg aufzeigen. Damit lassen sich p53-Autoantikörperkonzentrationen im Serum als Einzelmoleküle nachweisen.
Dass das Ganze funktioniert, haben die Forscher anhand von Blutseren verschiedener Patienten mit p53-Mutationen nachgewiesen. Das Verfahren kostet wenig Zeit und verursacht nur geringe Kosten. Durch die schnelle Analysezeit ist es sowohl für die Früherkennung als auch die Verlaufskontrolle von Tumorerkrankungen vorteilhaft.

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