Sonntag, 21. April 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

24. Februar 2015 Mutationsmuster als potentielle prädiktive Biomarker beim Pankreaskarzinom

ASCO GI 2015

Die Mutationen im Pankreaskarzinom sind sehr komplex. Sehr häufig kommen genomische Strukturvarianten vor, wie eine Studie der Australian Pancreatic Cancer Genome Initiative (APGI), gezeigt hat, die Sean M. Grimmond aus Queensland/Australien, vorstellte. Nach Häufigkeit und Verteilung der strukturellen Rearrangements können die Pankreastumoren in 4 Subtypen eingeteilt werden, die unterschiedlich gut auf Platin ansprechen.

Die Australian Pancreatic Cancer Genome Initiative (APGI) ist ein Projekt, mit dem sich Australien am International Cancer Genome Consortium (ICGC) beteiligt. Ziel des ICGC ist es, eine "Landkarte" der wichtigsten genomischen, transkriptomischen und epigenomischen Veränderungen in mindestens 50 verschiedenen weltweit auftretenden Krebsarten bei rund 25.000 Patienten zu erstellen.

In der Studie im Rahmen der APGI konnten fast 12.000 genomische Strukturvarianten (SV) beim Pankreaskarzinom entdeckt werden. Darunter versteht man chromosomale Veränderungen > 1kb (1kb entspricht 103 Basenpaaren). Die meisten waren intrachromosomal. Anhand des Musters der genomischen SV kann das duktale Pankreasadenokarzinom in 4 Subtypen klassifiziert werden, berichtete Grimmond: 1. Stabil (≤ 50 SV), 2. Scattered (50-200 SV im gesamten Genom), 3. Focal (> 50 SV vorzugsweise lokalisiert in 1 oder 2 Chromosomen), 4. Instabil (≥ 200 SV gleichmäßig verteilt im Genom) (Abb.1).

 

Abb. 1: Einteilung des Pankreasadenokarzinoms in 4 Subtypen.
 

Bei der Korrelation der Subtypen mit dem Ansprechen auf eine palliative Chemotherapie zeigte sich, dass 7 von 8 Patienten vom instabilen Subtyp sehr gut auf eine Platin-haltige Chemotherapie angesprochen haben, von den 7 Patienten, die zum stabilen Subtyp gehörten, hatte hingegen keiner auf Platin angesprochen. Möglicherweise bieten sich daher die Mutationsmuster beim Pankreaskarzinom für die Entwicklung von prädiktiven Biomarkern für das Therapieansprechen auf Platin-basierte Therapien an - und dies nicht nur beim Pankreaskarzinom.

as

Keynote-lecture: The mutational landscape of pancreatic cancer, ASCO GI, 16.1.2015


Das könnte Sie auch interessieren

Typ-2-Diabetes-Risiko senken – weniger Krebsgefahr

Typ-2-Diabetes-Risiko senken – weniger Krebsgefahr
© Fotolia / oneinchpunch

Der Weltgesundheitstag am 7. April 2016 stellt das Thema Diabetes in den Mittelpunkt. In Deutschland sind fast 7,3 Millionen Menschen von dieser Krankheit betroffen. Insbesondere Übergewicht und Bewegungsmangel begünstigen Typ-2-Diabetes. Typ-2-Diabetiker haben zudem ein erhöhtes Krebsrisiko. Ein ungesunder Lebensstil kann jedoch nicht nur zu Diabetes führen, er ist auch grundsätzlich ein Risikofaktor für verschiedene Krebserkrankungen. Die Deutsche Krebshilfe...

„Durch Wissen zum Leben“

Wann immer möglich, wird heutzutage versucht, Krebspatienten Klinikaufenthalte zu ersparen. Die Behandlung erfolgt vielmehr bevorzugt ambulant bei niedergelassenen Krebsmedizinern oder in Klinikambulanzen. Das erlaubt es den Patienten, trotz der Erkrankung weitestgehend in ihrer gewohnten Umgebung zu leben und ihrem Alltag nachgehen zu können. Die vorwiegend ambulante Behandlung hat jedoch auch zur Folge, dass dem Patienten weniger Ansprechpartner zu allen Fragen zur Erkrankung und...

Weltkrebstag: Deutsche Krebshilfe informiert und ruft zum Handeln auf

Weltkrebstag: Deutsche Krebshilfe informiert und ruft zum Handeln auf
© julief514 / Fotolia.com

Am 4. Februar ist Weltkrebstag. Das diesjährige Motto der Weltgesundheitsorganisation lautet: „Wir können. Ich kann.“ Es steht dafür, dass Menschen durch einen gesunden Lebensstil dazu beitragen können, vielen Krebsarten vorzubeugen. „Gesundheit ist ein hohes Gut und es macht Spaß etwas dafür zu tun“, betont Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Die Organisation bietet Interessierten kostenlose Infomaterialien...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Mutationsmuster als potentielle prädiktive Biomarker beim Pankreaskarzinom"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.