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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

09. Juli 2006 Multiples Myelom: Zur Behandlung von Knochenschmerz ist Ibandronat auch bei eingeschränkter Nierenfunktion geeignet

Die renale Sicherheit der Bisphosphonate ist bei Patienten mit Multiplem Myelom von besonders großer Bedeutung, da ihre Nieren – bedingt durch Alter, Krankheit oder Medikamente – in 50% der Fälle bereits vorbelastet sind und ein hohes Risiko für renale Komplikationen besteht.1 Eine aktuelle Vergleichsstudie mit Zoledronat bestätigt, dass unter Ibandronat das renale Risiko geringer ist.
In dieser Vergleichsstudie wurden bei Patienten mit Multiplem Myelom signifikant weniger Nierenschädigungen beobachtet als unter Zoledronat, gemessen an der glomerularen Filtrationsrate und am Serumkreatinin.2 „Diese Daten unterstreichen noch einmal das günstige renale Profil von Ibandronat verglichen mit anderen Bisphosphonaten. Die Ergebnisse sind vor allem in Hinblick auf das Multiple Myelom viel versprechend, da bei diesen Patienten das Risiko einer Nierenschädigung sehr hoch ist,“ sagte Dr. Raoul Bergner, Klinikum der Stadt Ludwigshafen. „Aufgrund seiner renalen Verträglichkeit kann Ibandronat an 3 aufeinander folgenden Tagen verabreicht werden. Auch MM-Patienten mit Knochenschmerzen könnten möglicherweise von dieser „Loading-Dose“-Therapie profitieren, die gerade in Phase-III-Studien mit Patienten mit Skelettmetastasen und starken Schmerzen geprüft wird.“
Daten aus Phase-II-Studien haben gezeigt, dass starke metastasenbedingte Knochenschmerzen sehr schnell nachließen, wenn die Patienten an 3 aufeinander folgenden Tagen jeweils 6 mg Ibandronat i.v. erhielten. Anschließend wurde die Infusion mit 6 mg alle 4 Wochen wiederholt. Mit diesem Therapieschema konnten Knochenschmerzen und Leistungsfähigkeit bereits in 3 Tagen signifikant verbessert werden. Zwei randomisierte plazebokontrollierte Studien sollen diese schnelle und lang anhaltende Schmerzreduktion bestätigen. Verglichen wird die Wirksamkeit von oralem und i.v. Ibandronat gegenüber Zoledronsäure bei Patienten mit Skelettmetastasen und starken Schmerzen. Die Ergebnisse werden für 2007 erwartet.
Auch in der praktischen Anwendung erhielt die Therapie mit Ibandronat (Bondronat®) eine gute Bewertung. Beobachtet wurden der schmerzlinderne Effekt und die Verträglichkeit von Ibandronat bei Patienten mit Brustkrebs und Knochenmetastasen. Sie konnten zwischen der oralen und i.v. Therapie wählen. Nach durchschnittlich 24-wöchiger Behandlungszeit wurde bei 73% eine deutliche Senkung der tumorbedingten Knochenschmerzen beobachtet. 97% der Ärzte und 98% der Patienten beurteilten die Verträglichkeit der Therapie unabhängig voneinander als sehr gut und gut. Es gab keine Hinweise auf die Beeinträchtigung der Nierenfunktion.3


1) Henrich D. et al. Poster presentation at the Eighth and Valedictory Workshop on Bisphosphonates. Davos, Switzerland, 24.3.2006
2) Antràs L et al. Poster presentation at the Eighth and Valedictory Workshop on Bisphosphonates. Davos, Switzerland, 24.3.2006.
3) Kurth et al. Poster presentation at the Eighth and Valedictory Workshop on Bisphosphonates. Davos, Switzerland, 24.3.2006.

Quelle: Hoffmann-La Roche


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