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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

08. Dezember 2004 Multiples Myelom: Comeback für Thalidomid

Thalidomid erfährt ein erstaunliches Comeback in der Therapie des Multiplen Myeloms. Die klinisch bedeutsame Wirksamkeit als Einzelsubstanz und in Kombination mit Zytostatika, selbst bei intensiv vorbehandelten Patienten mit fortgeschrittenen und therapieresistenten MM konnte in Studien nachgewiesen werden. Präliminäre Ergebnisse weisen darauf hin, dass Thalidomid in Kombination mit Dexamethason auch in der First-Line effektiv ist.
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Etwa 4 von 100.000 Einwohner erkranken in Deutschland pro Jahr am Multiplen Myelom bei steigender Inzidenz, berichtete PD Dr. A. Glasmacher, Bonn. Etwa 2000 Patienten werden derzeit mit Thalidomid versorgt. Man kann davon ausgehen, dass etwa ein Drittel der Patienten mit therapieresistentem multipen Myelom auf eine Thalidomid-Monotherapie ansprechen. Dies konnte in einer Phase-II-Studie mit 169 Patienten gezeigt werden: Bei 37% wurde eine Reduktion des Parahormons um mindestens 25% gemessen, 14% erzielten eine komplette oder partielle Remission. In der Kombination mit einer Chemotherapie steigt die Ansprechrate sogar auf rund 70% an, sagte Glasmacher. Erste Daten weisen außerdem auf ein sehr gutes Ansprechen des unbehandelten MM auf Thalidomid hin, insbesondere, wenn es in Kombination mit Dexamethason gegeben wird. Die optimale Dosierung von Thalidomid ist noch nicht bekannt. Die Patienten tolerieren unterschiedliche Maximaldosen. Derzeit wird Thalidomid als Einzelsubstanz meist in einer Dosierung von 200 mg/die über 14 Tage verordnet und je nach Verträglichkeit auf 800 mg/die gesteigert.


Neue Therapiekonzepte beim MDS und Mutliplem Myelom. Innsbruck, 3. Oktober 2004. Veranstalter: Pharmion.

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