Montag, 26. Oktober 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Lenvima
Lenvima
 

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

24. März 2009 Metastasiertes Nierenzellkarzinom: SWITCH-Studie soll Frage nach der optimalen Sequenztherapie beantworten

Durch den Einsatz von Tyrosinkinaseinhibitoren wie Sorafenib und Sunitinib können heute Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom längere Zeit in einen stabilen Zustand überführt werden. Da beide Substanzen offensichtlich nicht kreuzresistent sind und das progressionsfreie Überleben durch die 2. Substanz nicht kompromittiert wird, stellt sich jetzt die interessante Frage, welche Substanz initial eingesetzt werden sollte, um für den Patienten das längste progressionsfreie Intervall und damit die beste Lebensqualität zu erzielen. Diese Frage soll die multinationale SWITCH-Studie beantworten.
Anzeige:
Avastin MammaCA BC
Avastin MammaCA BC
 
Nach den vorliegenden retrospektiven Daten würde es eine gute Rationale dafür geben, mit Sorafenib zu starten und Sunitinib als zweite Substanz bei Progress unter laufender Therapie einzusetzen, sagte Dr. Mathias Roßberg von der Bayer Vital GmbH, Leverkusen, da es Hinweise auf ein längeres progressionsfreies Überleben gibt, wenn Sorafenib zuerst eingesetzt wird. Ob diese Ergebnisse auch einer prospektiven Untersuchung standhalten, wird sich in der SWITCHStudie herausstellen.

Bei der SWITCH-Studie handelt es sich um eine prospektive, randomisierte Multicenterstudie der Phase III, in der 540 Patienten aus 80 Prüfzentren in Dänemark, Deutschland, Niederlande, Österreich und Schweden zunächst entweder mit täglich 800 mg Sorafenib (400 mg BID) oder 50 mg Sunitinib (nach dem 4 weeks on/ 2 weeks off Schema) behandelt werden. Kommt es unter der Therapie zu einer Krankheitsprogression, so wird nach 2- bis höchstens 4-wöchigem Intervall auf den jeweils anderen Tyrosinkinaseinhibitor umgestellt, erläuterte PD Dr. Lutz Trojan, Mannheim. Ein Substanzwechsel erfolgt auch, wenn die ursprüngliche Therapie aufgrund von Toxizität nicht fortgeführt werden kann. Ausgeschlossen sind Patienten mit Herzinsuffizienz (NYHA > 2), Arrhythmien, unkontrolliertem Bluthochdruck, symptomatischen Hirnmetastasen sowie Dialysepatienten, Organtransplantierte und Patienten mit anderen Tumoren.

Die Studie ist im Non-Inferiority-Design angelegt. Primärer Endpunkt ist das gesamtprogressionsfreie Überleben über die Erst- und Zweitlinientherapie. Neue Erkenntnisse werden aus der Studie auch zur Kardiotoxizität der Tyrosinkinaseinhibitoren erwartet, so Trojan. Vorgesehen ist eine Echokardiografie in regelmäßigen Abständen. Außerdem soll das Protein NT-pro BND, ein Herzinsuffizienzmarker, auch als Marker für die Kardiotoxizität unter Tyrosinkinaseinhibitoren validiert werden. Die Studie wird unter der Verantwortung der Sponsor GmbH der Deutschen Krebsgesellschaft durchgeführt. Studienformalien werden durch die CRO (Clinical Research Organisation) Cen Trial GmbH abgewickelt, Partner ist die CRO iOMEDICO AG, die für das Studienmonitoring und die Datendokumentation verantwortlich ist. Die Rekrutierung soll in 2 Jahren abgeschlossen sein, eine Safety Interimsanalyse wird für 2011/12 erwartet, die endgültigen Ergebnisse im Jahr 2013. as

Quelle: Pressekonferenz: Start einer großen internationalen Studie der Deutschen Krebsgesellschaft – erste prospektive Studie zur Sequenztherapie mit TKIs beim Nierenzellkarzinom. Frankfurt Flughafen, 6. Februar 2009; Bayer


Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Metastasiertes Nierenzellkarzinom: SWITCH-Studie soll Frage nach der optimalen Sequenztherapie beantworten"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab