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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

05. März 2013 Metastasiertes Kolorektalkarzinom: Chemotherapie plus Angiogenesehemmer firstline

ASCO GI 2013 - Metastasiertes Kolorektalkarzinom

Das 2013 Gastrointestinal Cancers Symposium präsentierte Ergebnisse zweier Phase-III-Studien, die den Einsatz von Bevacizumab in der Erstlinientherapie des metastasierten Kolorektalkarzinoms (mCRC) mit bewährten Chemotherapieregimen empfehlen.

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In einer Phase-III-Studie der GONO-Gruppe wurde die Überlegenheit von FOLFOXIRI vs. FOLFIRI gezeigt. Die TRIBE-Studie zeigt die Überlegenheit von FOLFOXIRI nun auch in Kombination mit Bevacizumab, womit eine neue Therapieoption für fitte mCRC-Patienten in der Erstlinientherapie besteht [1]. 508 Patienten (60-61 J., überw. ECOG PS 0) wurden randomisiert. Der primäre Endpunkt, eine Überlegenheit von FOLFOXIRI/Bevacizumab bzgl. PFS wurde erreicht (median 12,2 vs. 9,7 Monate; HR=0,73; p=0,0012). Es sprachen 65 vs. 53% auf die Therapie an (p=0,006), bei einer Krankheitskontrollrate (CR+PR+SD) von 89 vs. 85%. Bei ca. 20% der Patienten beider Arme traten klinisch relevante Nebenwirkungen auf, ca. 2% der Patienten verstarben an Therapie-assoziierten Komplikationen. Diarrhoe, Stomatitis und Neutropenien waren signifikant häufiger unter FOLFOXIRI plus Bevacizumab.

Laut Ergebnissen der AVEX-Studie [2] sind Capecitabin plus Bevacizumab ein effektives und gut tolerierbares Regime für die insgesamt eher untertherapierte Gruppe der älteren Patienten.

Eingeschlossen waren in die Phase-III-Studie AVEX 280 Patienten ≥ 70 Jahre (zwei Drittel > 75 Jahre). Sie erhielten randomisiert Capecitabin +/- Bevacizumab. Mit einer HR von 0,53 (p<0,001) war Bevacizumab dem Capecitabin in Bezug auf das PFS (primärer Endpunkt) signifikant überlegen (median 9,1 vs. 5,1 Monate). Der Unterschied im Gesamtüberleben war trotz median 20,7 vs. 16,8 Monaten und einer HR von 0,79 statistisch nicht signifikant (p=0,182). Signifikant verschieden waren Ansprechen (19,3 vs. 10%; p=0,042) und Krankheitskontrollrate (74,3 vs. 57,9; p=0,005). Nebenwirkungen Grad ≥ 3 traten vermehrt unter der Kombination auf, was häufiger zu Dosismodifikationen und Therapieunterbrechungen führte.

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Oral Abstract Session - Cancers of the colon and rectum. ASCO GI 2013, 26.01.2013

Literaturhinweise:
(1) Loupakis F, Abstr. 336
(2) Cunningham D, Abstr. 337


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