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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

25. März 2010 Mantelzell-Lymphom – Therapiestandards und Ergebnisse aktueller Studienkonzepte

Sebastian Kirschey, Georg Heß III. Medizinische Klinik und Poliklinik, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität.

Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) stellen heterogene Malignome des lymphatischen Systems dar. 90% aller NHL stammen von B-Zellen ab und repräsentieren somit die größte Gruppe. Das Mantelzell-Lymphom ist eine seltenere Entität der B-NHL (5-8% aller Fälle) mit im Vergleich zu anderen histologischen Subtypen schlechterer Prognose. Histologisch ist die Erkrankung durch typische gekerbte, zentrozytisch und gelegentlich auch blastisch imponierte Lymphozyten charakterisiert. Der typische Immunphänotyp ist sIg++, l > k, CD19/20/22+, CD5+, CD10-, CD23-, CD11c-, HLA-DR++, CD43+. Für die Erkrankung charakteristisch und für die Diagnosestellung unabdingbar ist der Nachweis der Translokation t(11;14), die in letzter Konsequenz zur Überexpression von Cyclin Dl führt, einem Genprodukt, dass insbesondere in die Kontrolle der Zellzyklusprogression involviert ist. Der molekulargenetische oder immunhistochemische Nachweis hat die Sicherheit der Diagnosestellung in den letzten Jahren erheblich verbessert, so dass heute von einer Korrektheit der Diagnosestellung bei mehr als 95% der Patienten ausgegangen werden kann.
Typischerweise tritt das Mantelzell-Lymphom bei älteren Menschen auf und das mediane Erkrankungsalter beträgt 68 Jahre. Es gibt eine klare Prädominanz des männlichen Geschlechts und die meisten Patienten haben bereits bei Diagnosestellung eine fortgeschrittene Krankheitssituation mit Panlymphadenopathie, Splenomegalie, Knochenmarkbefall und häufig extranodalem Befall, wobei insbesondere das Auftreten gastrointestinaler Manifestationen beschrieben wird.

Neben der Ann-Arbor-Klassifikation, die nur einen begrenzten prognostischen Wert hat, sind in den letzten Jahren zahlreiche prognostische Parameter evaluiert worden. Ki67-Expression ist ein wesentlicher Faktor, und Ergebnisse von Genexpressionsanalysen haben eindeutige Subgruppen definieren können. Im klinischen Alltag finden diese Analysen jedoch bisher keine Anwendung. Insbesondere der kürzlich definierte „Mantelcell Lymphoma International Prognostic Index“ (MIPI) [1] stellt demgegenüber ein wesentliches klinisches und handhabbares Instrument zur Beurteilung des Krankheitsrisikos dar. Der Index berechnet sich aus Allgemeinzustand, Stadium, LDH und Leukozytenzahl und ist über einen online verfügbaren Kalkulator leicht zu berechnen. Der errechnete Score findet zunehmend Verwendung in der klinischen Entscheidungsfindung. Die Etablierung dieses Scores deckt sich mit der in den letzten Jahren zunehmenden Sicherheit über unterschiedlich verlaufende klinische Subgruppen.

Neben dem klassischen Mantelzell-Lymphom mit mäßig raschem Progress wird eine indolente Variante in ca. 15% der Fälle beschrieben, die durch einen extrem langsamen und gutartigen klinischen Verlauf gekennzeichnet ist. Bei diesen Patienten kann eine abwartende Haltung bezüglich einer Therapieentscheidung gerechtfertigt sein [2]. Demgegenüber stellt die blastoide Variante, die sich bei ca. 10% aller Patienten findet, eine hochaggressive und häufig rasch refraktäre Subgruppe dar, die einer gesonderten Behandlungsintensität bedarf.

Auch der überwiegende Anteil der ,,klassischen“ Mantelzell-Lymphome zeigt ein aggressiveres Verhalten und eine zeitnahe Therapieeinleitung erscheint unabdingbar. Bei der Auswahl geeigneter Therapieverfahren sind verschiedene Parameter zu beachten. Trotz der Fortschritte in der Abschätzung des Krankheitsrisikos gibt es bis heute keine Daten aus risikoadaptieren Therapieansätzen und wesentliche Parameter bei der Auswahl des geeigneten Verfahrens sind insbesondere Alter und Allgemeinzustand des Patienten.

In der Primärtherapie induzieren konventionelle Kombinationstherapien mäßige Remissionen mit in der Regel kurzen Remissionszeiten. Wesentliche Verbesserungen in der Therapie sind erst in den vergangenen Jahren durch die Einführung monoklonaler Antikörper und dosisintensiver Chemotherapieregime erreicht worden. Rituximab ist, obwohl der Effekt geringer ausgeprägt zu sein scheint als bei anderen Lymphomentitäten, heute integraler Bestandteil der Erstlinienbehandlung und in der Regel der Rezidivtherapie – auch wenn formal die Zulassung hierfür fehlt. Während der Einsatz in der Erstlinienbehandlung insbesondere aufgrund verbesserter Ansprechraten als gesichert gilt, konnte im Rahmen der Rezidivtherapie in einer randomisierten Phase-III-Studie ein klarer Effekt in der Kombination und zusätzlich als Erhaltungstherapie im Sinne der Verlängerung des PFS gezeigt werden [3]. Da in der Entität bestätigende Daten fehlen, wird jedoch eine Erhaltungstherapie am ehesten auf der Basis einer individuellen Entscheidung eingesetzt.

Gerade für jüngere Patienten konnte in den vergangenen Jahren der Stellenwert dosiseskalierter Therapieverfahren in verschiedenen Untersuchungen nationaler oder kontinentaler Studiengruppen gesichert werden. Erfahrungen aus dem MD Anderson Krankenhaus zeigten bei Einsatz eines als HyperCVAD bezeichneten dosiseskalierten Chemotherapieansatzes erstmals ein deutlich verlängertes Gesamtüberleben im Vergleich zu historischen Daten. In der Folge konnte in einer randomisierten Studie der „German low grade non-Hodgkin‘s Study Group“ ein Vorteil einer konsolidierenden Hochdosistherapie unmittelbar nach einer Induktionstherapie gezeigt werden [4]. Die kürzlich publizierten Daten der Nordic Group, denen eine weitere Optimierung der Dosisintensität zu Grunde lag, zeigen ein weiter verbessertes progressionsfreies Überleben gegenüber einer historischen Kontrolle [5]. Dennoch sind die intensivierten Therapieverfahren nicht in der Lage, dauerhaft eine Tumorkontrolle zu erreichen, zumal sie aufgrund ihrer Intensität nur für eine Subgruppe der Patienten in Frage kommen.

Für ältere und/oder komorbide Patienten, bei denen sich eine Hochdosistherapie nicht mehr anbietet, stellten bisher – in Abhängigkeit vom Allgemeinzustand – CHOP- oder Fludarabin-basierte Verfahren den Therapiestandard dar.
In der Rezidivsituation werden unterschiedliche Therapiestrategien verfolgt. Während bei Patienten mit frühem Rezidiv, ausreichendem Allgemeinzustand und verfügbarem Spender eine allogene Stammzelltransplanation angestrebt wird, verbleiben für die meisten Patienten nur palliative Kombinationstherapien oder bei im Verlauf zunehmender Knochenmarkinsuffizienz Monotherapien.

Neue Therapeutika scheinen in besonderer Weise beim Mantelzell-Lymphom wirksam zu sein. So wurde im Jahr 2009 Temsirolimus, ein sog. mTOR-Inhibitor, auf der Basis einer Phase-III-Studie für die Therapie rezidivierter MCL bereits zugelassen und war im Rahmen dieser Studie der Therapie mit einer konventionellen Monotherapie klar überlegen. Vielversprechende Ergebnisse gibt es auch für den Proteasomeninhibitor Bortezomib, der in den Vereinigten Staaten auf der Basis einer großen Phase-II-Studie für die Therapie des MCL zugelassen wurde, sowie für Lenalidomid, ein Derivat des Thalidomid. Gerade das klare Verständnis des Pathomechanismus des MCL macht es zu einer Modellerkrankung und es existiert eine breite Landschaft klinischer Studien.
Auf der Jahrestagung der American Society of Hematology im Dezember 2009 in New Orleans wurden zahlreiche neue Ergebnisse zu etablierten und neuen Therapieformen beim Mantelzell-Lymphom vorgestellt.

Transplantationsverfahren

R-CHOP [6] gefolgt von einer Hochdosistherapie mit autologem Stammzellsupport stellt heute sicher einen Therapiestandard dar und zahlreiche Studien beschäftigen sich mit der Weiterentwicklung des sequentiellen Therapieansatzes. LaCasce et al. [7] konnten in einer multizentrischen Studie von 229 Patienten mit Erstdiagnose eines Mantelzell-Lymphoms im direkten Vergleich von R-CHOP +/- HDT mit autologer PBSZT und R-Hyper CVAD zeigen, dass mit dem intensivierten Therapieprotokoll deutlich bessere Gesamtüberlebensraten (OS) und progressionsfreies Überleben (PFS) gegenüber R-CHOP erreicht werden konnte. In der Studie sind die Ergebnisse für R-HyperCVAD denen einer konsolidierenden Hochdosistherapie mit autologer Stammzelltransplantation gleichwertig, was die Bedeutung einer gesteigerten Dosisexposition weiter unterstreicht.
In einer Arbeit von Capote et al. [8] wurde eine weitere Eskalation der Primartherapie mit einer Kombination aus intensivierter Chemotherapie (R-HyperCVAD) gefolgt von einer Hochdosistherapie und autologer Stammzelltransplantation evaluiert. Es zeigten sich eine gute Durchführbarkeit und vielversprechende 3- und 5-Jahres PFS- und OS-Raten (PFS 75,91%/42,70% und OS 73,6%/61,96%), so dass sich dieses Regime für zukünftige Studien als Vergleichsarm anbieten kann.
Da die allogene Stammzelltransplantation das einzige Verfahren mit kurativem Potenzial ist, bietet sich diese gerade mit sogenannten nicht-myeloablativen Transplantationskonzepten für eine konsolidierende Therapie an, da bei vertretbarer Toxizität vielversprechende Ansprechraten und OS-Raten gezeigt werden konnten [9]. Konsequenterweise lässt sich das Verfahren auch bereits als Konsolidierung in der ersten Remission einsetzen. Lachance [10] berichten von einem Kollektiv von 33 Patienten in erster Remission bei denen nach autologer Stammzelltransplantation eine allogene Stammzelltransplantation angestrebt wurde. In der Arbeit zeigte sich die Machbarkeit dieses Ansatzes, wobei sich erwarteter Weise ohne allogene Stammzelltherapie eine höhere Rezidivrate, mit allogener Transplantation jedoch eine höhere therapieassoziierte Mortalität zeigte. Diese Ergebnisse stimulieren weitere klinische Studienansätze, insbesondere bei Patienten mit hohem Krankheitsrisiko.

Neue Chemotherapieansätze

Rummel et al. [11] berichten über die Ergebnisse einer multizentrischen Studie mit 529 Patienten der Studiengruppe indolente Lymphome (StIL). In diese Studie wurden Patienten mit follikulären, indolenten und Mantelzell-Lymphomen eingeschlossen und erhielten eine Behandlung mit Rituximab und Bendamustin (BR) oder CHOP (R-CHOP). Bei Analyse der gesamten Patientengruppe zeigten sich vergleichbare Ansprechraten (93,8% vs. 93,5%) mit jedoch verbesserten kompletten Remissionsraten (40,1% vs. 30,8%) mit BR. Dies resultiert in einem signifikant verlängerten progressionsfreien Überleben (54,8 vs. 34,8 Monate) für Patienten die BR erhielten, wobei diese Therapie zusätzlich noch ein verbessertes Nebenwirkungsprofil aufwies. Betrachtet man isoliert die Patienten mit einem Mantelzell-Lymphom, zeigen sich analoge Daten (PFS BR: 32,4 vs. R-CHOP: 22,4 Monate). Zusammenfassend ist diese Arbeit eine rationale Basis für den Einsatz von Bendamustin-basierten Therapieverfahren in der Erstlinienbehandlung des MCL, insbesondere bei älteren Patienten. Die Integration in komplexe Mehrphasenprotokolle erscheint hochattraktiv. Attraktiv scheint auch die Erhaltungstherapie nach einem solchen Ansatz zu sein [12;13].

Antikörpertherapie

Frühere Arbeiten zeigen eine positiven Effekt von Rituximab als Monotherapie [12] oder in der Erhaltungstherapie [3]. Die Resultate der von Witzens-Harig et al. [14] vorgestellten Studie zur Erhaltungstherapie mit Rituximab erweitern die Datenlage. Es zeigte sich ein verlängertes rezidivfreies Überleben gegenüber der alleinigen Nachbeobachtung. In dieser Arbeit ließ sich jedoch kein Vorteil im Gesamtüberleben zeigen.
Mehrere neue Antikörper (AK) zeigten in präklinischen Studien vielversprechende zytotoxische Wirkung bei Mantelzell-Lymphom-Linien. Besonders attraktive Kandidaten sind Antikörper gegen CD20 mit verändertem Zielepitop von CD20 (CD20-Antikörper (GA101) [5], bispezifische Antikörper oder Antikörper gegenüber neuen Zielantigenen z.B. CD 137, CD47 und CD74 (Milatuzumab) [16-18]).
Nagorsen et al. [19] berichteten über die Monotherapie von 12 Patienten mit MCL mit dem bispezifischen Antikörper Blinatunomab (CD19 und CD3). Dieser Antikörper ist aus zwei Einzelketten aufgebaut, die einerseits die Tumorzelle, anderseits eine T-Zelle bindet und so die T-Zellen vermittelte Exekution der Tumorzelle durch Schaffen einer entsprechenden Annäherung begünstigt. Gerade bei Patienten mit rezidiviertem Mantelzell-Lymphom fanden sich vielversprechende Ansprechraten (ORR: 91,7%; CR: 33,3%, PR:58,3%) und Langzeitremissionsraten (mediane Remissionsdauer 12 Monate). Die Verträglichkeit war zufriedenstellend, lediglich reversible neurologische Effekte bedürfen der Beachtung.
Neue Optionen stellen konjungierte Antikörper dar. Sie kombinieren die gezielte lymphozytenspezifische Aktivität von Antikörpern mit der zytotoxischen Komponente von Radioisotopen oder Zellgiften. So konnten Dang et al. [20] zeigen, dass eine Kombination aus Inotuzumab mit Ozogamicin (CMC-544) und Rituximab in einem Kollektiv von 122 Patienten (DLCL, MCL, transformiertes MCL, medianes Alter 66 Jahre, multiple Vortherapien) neben vertretbaren Toxizitäten Gesamtansprechraten von 87% (FL) und 80% (DLCL) erreicht werden können (1 Jahr OS FL 97%; DLCL 77%). Weitere Studien müssen den expliziten Stellenwert bei Patienten mit Mantellzell-Lymphom evaluieren. Auch die Kombination von Antikörpern mit Radioisotopen zeigt Aktivität bei Patienten mit Mantelzell-Lymphom. So wurde im Anschluss an eine Induktionstherapie aus HyperCVAD/MTX/Ara-C Patienten mittels einer konsolidierenden Therapie mit Ibrotumomab-Tiuxetan weiterbehandelt. Arranz et al. [21] konnten mit dieser Therapiekombination Ansprechraten von 83% und PFS-Raten von 75% beobachten, allerdings stellt sich die Nachbeobachtungszeit für eine abschließende Wertung noch unzureichend dar. Jurczak et al. [22] können in einem Kollektiv von insgesamt 115 Patienten mit Mantelzell-Lymphomen (75 mit konsolidierender Therapie nach Remissionsinduktion durch Chemotherapie, 40 Patienten in rezidivierter/refraktärer Situation) ebenfalls vielversprechende Ansprechraten (ORR 86,5, CR: 60,8%, PR: 25,7%) und 3-Jahres-Überlebensraten (72%) zeigen.

Temsirolimus

Cyclin D1 ist entscheidend in der Pathogenese des MCL [23]. In Ergänzung zu den Phase-III-Studiendaten zur Monotherapie konnten Ansell et al. [24] zeigen, das eine Kombination mit Rituximab ohne relevante Toxizitätserhöhung durchführbar ist. Demgegenüber stellten sich in dieser Phase-II-Studie die Gesamtansprechrate (ORR 48%; CR 20%, PR 28%) und die Zeit bis zur Krankheitsprogression (Median 9,5 Monate) gegenüber der Monotherapie verbessert dar. Diese Ergebnisse stellen die Rationale für Weiterentwicklungen in Kombination mit etablierten Therapieprotokollen dar. Studienprojekte hierzu sind bereits initiiert.

Immunmodulatorische Substanzen (IMID)

Das 2004 eingeführte Lenalidomid ist ein Thalidomid-Derivat. Beide sind anti-angiogenetische, antiinflammatorische und immunmodulatorische Substanzen mit einem dualen Wirkprinzip: einerseits besteht eine direkte Zytotoxizität, andererseits indirekt über eine Mikroenvironment-Veränderung des Knochenmarks mittels o.g. Effekten eine Apoptose-Induktion [25]. Erste kleine Studien mit Lenalidomid als oralem Monotherapeutikum bei Patienten mit rezidiviertem Mantelzell-Lymphomen zeigen vielversprechende Gesamtansprechraten von 53% (CR 20%) [26]. Aus der Behandlung von multiplen Myelomen ist ein entstehender synergistischer antiproliferativer Effekt bei zusätzlicher Verwendung von Dexamethason bekannt. Zaja et al. [27] kombinierten Lenalidomid mit Dexamethason und konnten in einer Serie von 33 Patienten mit Mantelzell-Lymphomen (stark vortherapiert, medianes Alter 69 Jahre) vergleichbare Gesamtansprechraten zur Monotherapie erreichen (ORR 53%, CR 14%). Wang et al. [28] präsentierten Daten für Patienten mit rezidiviertem Mantelzell-Lymphom, die eine Behandlung mit Lenalidomid und Rituximab erhielten. Erneut zeigten sich ähnliche Ansprechraten wie die der Monotherapie (ORR 53%, CR 31%), allerdings stellen sich die erreichten Remissionen stabiler dar (medianes PFS 14 Monate). Ahmadi et al. [29] zeigen, dass bei Patienten mit indolenten B-NHL oder MCL eine erworbene Rituximab-Resistenz durch eine Kombination des Antikörpers mit Lenalidomid überwunden werden kann. Hier konnte in einem Kollektiv von 10 Rituximab-resistenten Patienten ein Gesamtansprechen von 70% (CR 50%) beobachtet werden. Insgesamt können mit Lenalidomid als Monotherapeutikum auch bei stark vortherapierten Patienten ansprechende Remissionsraten erzielt werden. Zahlreiche Studien evaluieren prospektiv den Effekt von Lenalidomid von der Erstlinientherapie bis hin zu den verschiedenen Rezidivszenarien.

Proteasomen-Inhibitor

Bortezomib ist ein selektiver und reversibler Inhibitor des 26s-Proteasoms. Dieses spielt eine große Rolle in der Kontrolle verschiedener Zellzyklus-regulierender Proteine wie der Cycline und verschiedener Tumorsuppressorgene. Die Wirksamkeit beim MCL konnte insbesondere in einer großen Phase-II-Studie gezeigt werden [30]. Chiapella et al. [31] berichteten über den Einsatz von Bortezomib in Kombination mit Rituximab in einer Gruppe von 25 Patienten mit rezidiviertem Mantelzell-Lymphom. Es fanden vielversprechende Ansprechraten (ORR 64%), die unabhängig von einer Rituximab-Vortherapie erreicht werden konnten. Auch Kombinationen mittels konventioneller Chemotherapie (unbehandelte MCL: B+R-CHOP: ORR 91%, CR 72% [32]; rez. MCL: B+Gemcitabin [33]) zeigen eine gute zytotoxische Aktivität und eine vertretbare Toxizität. Aktuelle Studien prüfen den Einsatz von Bortezomib bereits in der Erstlinienbehandlung des MCL. Neue Proteasomeninhibitoren zeigen im präklinischem Xenograft Model im direkten Vergleich zu Bortezomib eine höhere Aktivität gegenüber Mantelzell-Lymphomzellen [34] und können ggf. zukünftig im Rahmen klinischer Studien evaluiert werden.

Weitere Therapiemöglichkeiten

Über die beschriebenen Studien hinaus werden in zahlreichen Studien verschiedene Ansätze evaluiert. So werden Histon-Deacetylase-Inhibitoren (HDAC-Inhibitoren) (Panobinostat, Vorinostat, PCI-24781) sowohl als Mono-, als auch als Kombinationstherapie auf ihre Wirkung bei Patienten mit Mantelzell-Lymphom [35-37] geprüft. Es fanden sich Hinweise auf eine klinische Wirksamkeit dieses Ansatzes, was auch für Phosphatidylinositol 3‘-Kinase Inhibitoren gilt. Die Wirkweise ist der der mTOR-Inhibitoren ähnlich, über eine Reduktion von Cyclin Dl [38;39]. Für beide Substanzklassen müssen weitere Studien mögliche Therapiekombinationen und -zeitpunkte evaluieren. Denkbar für PIK3-Kinase-Inhibitoren sind insbesondere Kombinationen mit mTOR-Inhibitoren zur vollständigen Blockade dieses Signalweges. Younes et al. [40] konnten zeigen, dass der monoklonale Antikörper Conatumomab, welcher als Zielstruktur auf den Zelltod-Rezeptor 5 (death receptor 5) gerichtet ist, in Kombination mit Bortezomib oder Vorinostat eine gute zytotoxische Aktivität, bei vertretbarem Nebenwirkungsprofil, in der Therapie bei Patienten mit Non-Hodgkin-Lymphomen hat. Weitere neue immuntherapeutische Optionen ergeben sich durch die Erforschung neuer Angriffsziele von Lymphozyten, wie z.B. das Dickkopf-1-Protein, welches ausschließlich in Myelom- und weiteren Tumorzellen exprimiert wird [41]. Weitere Ziele stellen die Inhibition des sog. Heat-Shock Protein 90 (HSP-90) oder die aus der Therapie der Myeloproliferativen Erkrankungen bekannten Janus-Kinase-2-Inhibitoren dar. Auch immunsuppressive Substanzen wie FTY720 (fingolimod) oder weitere Inhibitoren des NFB-Signalweges (TAK-1-Inhibitor) zeigen Antitumoraktivität bei Patienten mit Mantellzell-Lymphom bzw. bei Mantellzell-Lymphomlinien. Weitere Studien müssen hierbei den Stellenwert dieser „neuen“ Therapieoptionen evaluieren.

Zusammenfassung

Die Therapie von Patienten mit Mantelzell-Lymphom stellt weiterhin eine therapeutische Herausforderung dar. Neben seltenen, indolent verlaufenden Varianten zeigt die überwiegende Mehrheit der Patienten mit Mantelzell-Lymphom einen klinisch aggressiven Verlauf, so dass auch in der Erstlinientherapie multimodale Therapieansätze anzustreben sind. Für jüngere Patienten sind insbesondere intensivierte Chemotherapiekonzepte bzw. Hochdosiskonzepte mit autologer (allogener) Transplantation Therapieformen mit vielversprechenden Ergebnissen und stellen zur Zeit den therapeutischen Standard dar. Für Patienten ohne Transplantationsoption zeigen sich ebenfalls konventionelle Chemotherapieregime in Kombination mit konsolidierenden Therapieformen vorteilhaft. Eine Erhaltungstherapie mit Rituximab oder eine konsolidierende Therapie mit Zevalin in der Erstlinienbehandlung sind in klinischer Entwicklung. Bendamustin ist ein wesentlicher neuer Kombinationspartner im Rahmen von Chemoimmuntherapien und ist aufgrund der guten Verträglichkeit gerade für ältere Patienten gut geeignet.
Aktuell stehen immer mehr verschiedene neue Einzelsubstanzen – mTOR-Inhibitoren, Proteasom-Inhibitoren, Immunmodulatoren, HDAC-Inhibitoren, PIK3-Kinase-Inhibitoren, neue Antikörper – zur Wahl, welche Aktivität gegenüber Mantelzell-Lymphomzellen zeigen. Temsirolimus und Bortezomib sind in unterschiedlichen Ländern zugelassen und werden in zahlreichen Therapiekombinationen evaluiert und stellen eine echte Innovation für Patienten mit MCL dar.
Lenalidomid ist vielversprechend, und die Studienergebnisse aktuell rekrutierender Studien werden mit Spannung erwartet. Erfreulicherweise findet sich eine ganze Fülle innovativer Therapieansätze, nicht nur in präklinischer, sondern bereits in klinischer Entwicklung. Sollten diese erfolgreich sein, werden sie die therapeutischen Möglichkeiten deutlich erweitern.


Dr. med. Sebastian Kirschey

Priv.-Doz. Dr. med. Georg Heß

III. Med. Klinik
Universitätsmedizin
der Johannes Gutenberg-Universität
Langenbeckstr. 1
55101 Mainz

E-mail: sebastian.kirschey@unimedizin-mainz.de
E-mail: georg.hess@unimedizin-mainz.de


Abstract

Sebastian Kirschey, Georg Heß III. Medizinische Klinik und Poliklinik, Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität.

For patients with Mantle Cell Lymphoma treatment with conventional chemotherapies is associated with limited response duration. Therfore, for younger patients in first line intensive regimens including rituximab and high dose therapy with autologous stem cell support have become standard of care, as this approach is associated with prolonged progression free and probably overall survival. Non-transplant candidates receive combination chemoimmunotherapies as R-CHOP, R-Bendamustin or other combinations. Although overall prognosis of patients with MCL has improved during recent years, patients experience a deterioration of prognosis as soon as they experience relapse, as chemotherapy regimens frequently induce limited responses. New agents have been introduced in the treatment of MCL and therapies like mTOR-inhibitors, proteasome inhibitors or immunomodulatory drugs have successfully evaluated in clinical trials and are in part approved for therapy. Furthermore agents like HDAC-, PIK3 kinase-inhibitors and novel antibodies offer attractive future treatment options

Keywords: MCL, high dose therapy, Rituximab, Lenalidomide, Bortezomib, Temsirolimus


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