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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

28. Mai 2015 Mammakarzinom 2015 - Moderne Konzepte zur Therapieoptimierung

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Nadia Harbeck, Christian Jackisch und Michael Untch (Chairs)Über die letzten Jahrzehnte hinweg hat die Behandlung des Mammakarzinoms enorme Fortschritte gemacht. Heute können wir mit den lokalen Maßnahmen Operation und Bestrahlung ergänzt durch eine gezielte Systemtherapie mehr als zwei Drittel der Patientinnen langfristig heilen. Die Entwicklung der modernen medikamentösen Tumortherapie des Mammakarzinoms begann in den 1960er und 70er Jahren mit der Einführung erster Zytostatika und antihormoneller Substanzen. Die 80er waren die Zeit antihormoneller Therapien, die 90er die Ära der Chemotherapie, die 2000er brachten die zielgerichteten Therapien, und jetzt haben wir die Periode der an die Tumorbiologie angepassten Strategien. Heutige Studien umfassen klinische und translationale Fragestellungen und versuchen so, für jede Patientin individuell das passende Konzept zu erarbeiten. Für viele Patientinnen gilt „weniger ist mehr“ - sowohl bei Operation als auch bei Strahlen- und Systemtherapie. Doch es gibt auch Patientinnen mit hoch aggressiven Tumoren, für die das heutige „mehr“ nicht genug ist, um sie zu heilen. Um weitere Fortschritte zu erzielen, benötigen wir eine interdisziplinäre und multiprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Grundlagenforschern, Pflegenden, Industrie und auch Kostenträgern. Die deutschen Studiengruppen haben zum Therapiefortschritt maßgeblich beigetragen, was international auch große Anerkennung erfährt. Interdisziplinarität in Studien wird von uns in der Realität gelebt, was man auch daran erkennen kann, dass sowohl die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) als auch die Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) die Schirmherrschaft für das Symposium übernommen haben. Ein wissenschaftlicher Austausch, wie er seit Jahren bei diesen „Gipfelstürmer“-Symposien erfolgt, ist dafür unersetzlich. Doch nicht nur die medizinischen Methoden müssen ineinandergreifen, auch die beteiligten Menschen müssen zusammenspielen. Es gilt ganz besonders, das Therapiekonzept an die Wünsche und Wertvorstellungen jeder einzelnen Patientin anzupassen. Nur so kann der maximale Erfolg - Heilung bei guter Lebensqualität und ohne Langzeitfolgen oder Spätkomplikationen - erzielt werden.

Ihre
Nadia Harbeck, Christian Jackisch und Michael Untch


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