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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

19. Juli 2010 Lymphome: Erhaltungstherapie mit Rituximab könnte sich als neuer Standard etablieren

ASCO 2010

Eine Weiterbehandlung mit Rituximab nach Erstlinienbehandlung mit Rituximab und Chemotherapie halbiert das Rezidivrisiko von Patienten mit follikulärem Lymphom nach den Ergebnissen der Studie PRIMA*.
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PRIMA ist eine multizentrische Phase-III-Studie, in die 1217 Patienten mit neu diagnostiziertem follikulären Lymphom eingeschlossen waren. Patienten, die auf eine Erstlinienbehandlung mit Rituximab und Chemotherapie mit einer kompletten oder partiellen Remission angesprochen hatten, wurden randomisiert in einen Beobachtungsarm (n=513) oder einen Rituximab-Arm (375 mg/m2 alle 8 Wochen für 2 Jahre; n=505).

Nach 2 Jahren war das mediane progressionsfreie Überleben noch nicht erreicht – im Rituximab-Arm lebten noch 82% ohne Krankheitsprogression, im Beobachtungs-Arm 66%.


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Das Rezidivrisiko war im Rituximab-Erhaltungsarm signifikant um 50% geringer (HR 0,50, p<0,0001). Auch verlängerte sich unter der Erhaltungstherapie signifikant die Zeit bis zur nächsten Lymphom-Behandlung.

Patienten profitierten von der Erhaltungstherapie mit Rituximab unabhängig vom Alter, der Qualität des Ansprechens nach Induktionstherapie (komplette oder partielle Remission) und auch unabhängig von der Schwere der Erkrankung.

Die Infektionsraten (≥ Grad 2) waren im Rituximab-Erhaltungsarm zwar höher mit 37% versus 22% im Beobachtungsarm, allerdings beendeten nur wenige Patienten die Behandlung mit Rituximab wegen Nebenwirkungen.

Laut Studienleiter Gilles Salles, Lyon, hat die 2-jährige Erhaltungstherapie mit Rituximab nach Erstlinientherapie mit Rituximab-Chemotherapie gegenüber der alleinigen Beobachtung eine überlegene Wirkung gezeigt und könnte einen neuen Therapiestandard für Patienten mit follikulärem Lymphom darstellen.

46th ASCO (American Society of Clinical Oncology), 2010 Annual Meeting, Chicago IL, Abstract 8004

*Primary Rituximab and Maintenance Study

Quelle:


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