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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

20. Februar 2014 Lenalidomid + low dose Dexamethason ist MPT überlegen

ASH 2013 - Multiples Myelom

Die Kombination aus Lenalidomid und niedrig dosiertem Dexamethason (LD) verbesserte bei Patienten mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom signifikant das progressionsfreie Überleben (PFS) im Vergleich zur Standardtherapie MPT (Melphalan, Prednison, Thalidomid). Damit kann LD als neuer Therapiestandard gelten, sagte der Studienleiter Thiery Facon, Lille/Frankreich, der die Ergebnisse der FIRST-Studie auf der 55. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) vorstellte.

Nach den Ergebnissen der auf der Plenarsitzung präsentierten Studie FIRST, haben Patienten, bei denen ein Multiples Myelom neu diagnostiziert wurde, ein geringeres Risiko einer Krankheitsprogression oder an ihrer Krankheit zu versterben, wenn sie mit Lenalidomid und niedrig dosiertem Dexamethason behandelt werden, im Vergleich zu jenen Patienten, die eine Standardtriple-Therapie mit MPT erhalten.

MPT gehört neben VMP (Bortezomib, Melphalan und Prednison) zu den bevorzug-ten Regimen, die vom Natio-nal Comprehensive Cancer Network und anderen nationalen Guidelines für Patienten mit Multiplem Myelom empfohlen werden, die sich nicht für eine Stammzelltransplantation qualifizieren.

In die Studie FIRST wurden weltweit 1.623 Patienten mit Multiplem Myelom, die für eine Stammzelltransplantation nicht in Frage kamen, 1:1:1 in 3 Arme randomisiert.Sie erhielten entweder LD in einem 28-Tage-Zyklus bis zur Krankheitsprogression, LD im 28-Tage-Zyklus für 72 Wochen (18 Zyklen, Arm B) oder MPT in einem 42-Tage-Zyklus für 72 Wochen (12 Zyklen, Arm C). Vorgestellt wurde auf dem ASH-Meeting der Vergleich von Arm A (LD bis Progression) vs. Arm C (MPT).

Nach einem medianen Follow-up von 37 Monaten hatte die Studie ihren primären Endpunkt PFS erreicht und zeigte eine 28%ige Risikoreduktion für eine Krankheitsprogression oder Tod in der LD-Gruppe im Vergleich zur MPT-Gruppe (HR=0,72; p=0,0006).

Die Interimsanalyse für das Gesamtüberleben zeigte ebenfalls im Trend eine Überlegenheit für LD im Vergleich zu MPT, so Facon. Nach 4 Jahren lebten in der LD-Gruppe noch 59,4% der Patienten versus 51,4% in der MPT-Gruppe.

Die Ansprechrate in der LD-Gruppe betrug 75% versus 62% unter MPT (p<0,00001). Auch die mediane Ansprechdauer war mit 35 Monaten im LD-Arm länger (HR=0,63; p<0,00001) und das Risiko einer zweiten Krankheitsprogression sowie zu versterben war geringer unter LD (HR=0,78; p=0,0051).

Das Sicherheitsprofil beider Therapieregime war vergleichbar, allerdings traten im LD-Arm weniger sekundäre hämatologische Neoplasien auf als unter MPT (0,4% vs. 2,2%). Relevante Nebenwirkungen von Grad 3/4 waren im Arm A vs. Arm C: Neutropenie (28% vs. 45%), Thrombozytopenie (8% vs. 11%), febrile Neutropenie (1% vs. 3%), Infektionen 29% vs. 17%), Neuropathie (5% vs. 15%) und tiefe Beinvenenthrombosen (5% vs. 3%). Die Inzidenz solider Tumoren war in beiden Therapiearmen mit 2,8% gleich häufig.

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Literaturhinweis:
Facon T. et al. ASH 2013; Plenary Session; Abstract #2.


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