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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

27. Mai 2013 Leitlinie zu Tumordurchbruchschmerzen auf den Weg gebracht

3. ASORS-Jahreskongress - 12.-13. April 2013, Berlin

PD Dr. Michael A. Überall, Nürnberg, stellte die Praxisleitlinie "Tumorbedingte Durchbruchschmerzen" der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. (DGS), vor, die gemeinsam mit der Deutschen Schmerzliga verabschiedet wurde und nun zur Kommentierung im Internet bereit steht.

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Mit der Praxisleitlinie zu tumorbedingten Durchbruchschmerzen hat die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. (DGS) die weltweit erste S3P-Leitlinie zu dieser Indikation entwickelt und in einem demokratischen Konsensverfahren zusammen mit der Deutschen Schmerzliga verabschiedet. Patienten, praktische Ärzte und Wissenschaftler haben damit gemeinsam nicht nur die Grundlagen für patientennahe und bedürfnisgerechte Versorgungsempfehlungen gelegt, sondern geben auch Antworten auf viele offene Fragen. Damit stehen nun allen an der Behandlung tumorbedingter Durchbruchschmerzen Beteiligten nicht nur umfangreiche Informationen (u.a. zu Ätiologie, Ursache, Mechanismen, Differenzialdiagnostik, Differenzialtherapie etc.) zur Verfügung, sondern auch ein praxisnaher Behandlungsleitfaden zur Dokumentation der in jedem Einzelfall individuell getroffenen Behandlungsmaßnahmen. Überall, der die Leitlinie mit auf den Weg gebracht hat, forderte: "Keine Anpassung der Patienten an Leitlinien, sondern umgekehrt." Er erklärte das Mitmach-Konzept der Leitlinie: "Jeder, der etwas anzumerken hat oder zur Verbesserung beitragen kann, kann dies unter www.dgs-praxisleitlinien.de tun." Tumorbedingte Durchbruchschmerzen sind ein häufiges Problem von Tumorpatienten, d.h. sie treten bei vielen Patienten und mehrmals am Tag auf. Die Betroffenen haben hauptsächlich Angst vor den rezidivierenden Schmerzspitzen. Durch die tumorbedingten Durchbruchschmerzen werden direkt und indirekt hohe Kosten verursacht, so Überall. Wie er betonte, ist es bei der Behandlung wichtig, den Patienten ihre Autonomie zurückzugeben.

Die patientenorientierte Behandlung tumorbedingter Durchbruchschmerzen stellt sowohl für Betroffene und Angehörige als auch für Pflegekräfte und Therapeuten unverändert eine große Herausforderung dar. Neue Therapiekonzepte erleben im Spannungsfeld zwischen Unkenntnis, Unverständnis, Ignoranz, Über-, Unter- und Fehlversorgung sowie entsprechenden Arzneimittelsicherheitsbedenken ein ständiges Auf und Ab. Hier soll nun die neue Leitlinie Abhilfe schaffen.

sk


Symposium "Der Krebspatient im Mittelpunkt - Neuheiten in der Supportivtherapie entlang des Behandlungsalgorithmus", 12.04.2013, Berlin; Veranstalter: Teva GmbH


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