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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

29. Oktober 2006 Lapatinib bei inflammatorischem Mammakarzinom wirksam wenn HER2 aktiviert ist

Patientinnen mit inflammatorischem Brustkrebs, die auf andere Therapien nicht ansprechen, profitieren von Lapatinib, wenn ihre Tumorzellen HER2 überexprimieren. Patientinnen, deren Tumor HER1, jedoch nicht HER2 überexprimierten sprachen hingegen deutlich weniger auf den Tyrosinkinaseinhibitor an.
Lapatinib hemmt die Tyrosinkinase von HER1 (EGFR = epidermal growth factor receptor) und HER2. In einer Phase-II-Studie, die Dr. Maureen Trudeau, Toronto/Kanada, leitete, wurden Patientinnen mit einem inflammatorischen Mammakarzinom in zwei Gruppen aufgeteilt. Patientinnen in der Kohorte A hatten einen Tumor, der HER2 überexprimierte, in Kohorte B waren Patientinnen, deren Tumor zwar HER1 exprimierte, jedoch keine HER2-Überexpression aufwies (#1400).
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Die Patientinnen in beiden Gruppen erhielten Lapatinib in einer Dosierung von täglich1500 mg oral. Die Ansprechraten wurden nach 56 Tagen Therapie bestimmt und im Falle eines Ansprechens erneut nach 84 Tagen und danach alle 8 Wochen. Bislang haben 46 Patientinnen den 56. Therapietag erreicht. Eine komplette oder partielle Remission wiesen 13 von 26 Patientinnen aus Kohorte A auf (50%) und eine von 12 Patientinnen aus der Kohorte B. Bei allen Patientinnen, die ein Ansprechen gezeigt hatten, exprimierten die Tumorzellen die aktivierte Form von HER2, sagte Trudeau.
Interessanterweise war HER2 auch bei der Patientin aus Kohorte B, die ein Ansprechen gezeigt hatte, aktiviert, obwohl ihre Tumorzellen HER2 nicht überexprimierten.
Lapatinib erwies sich als gut verträglich, es traten lediglich leichte Hautreaktionen und Diarrhoe auf. Der nächste Schritt wird sein, Lapatinib in Kombination mit anderen Therapien zu untersuchen, so Trudeau.

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