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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

25. März 2014 Kopf-Hals-Tumoren: Therapieerfolg hängt von interdisziplinärer Zusammenarbeit ab

DKK 2014 - Kopf-Hals-Tumoren

Maßgeblich für den Therapieerfolg von Tumoren im Kopf-Hals-Bereich sind die Expertise und die Zusammenarbeit der einzelnen Fachrichtungen, betonten Vertreter der interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft Kopf-Hals-Tumore und der Arbeitsgemeinschaft HNO und MKG der Deutschen Krebsgesellschaft während einer DKG-Pressekonferenz.

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Etwa 18.000 Menschen erkranken jedes Jahr an einem Tumor in der Kopf-Hals-Region. Die Heilungschancen sind sehr unterschiedlich und abhängig von der Tumorlokalisation und dem Stadium. In zertifizierten Kopf-Hals-Tumorzentren, in Deutschland inzwischen 20 an der Zahl, ist neuerdings eine Tumorboard-Entscheidung zur Optimierung eines Behandlungskonzepts vor Therapiebeginn gefordert.

Es gibt viele neue Entwicklungen in der Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren, berichtete der Vorsitzende der interdisziplinären AG Kopf-Hals-Tumoren in der Deutschen Krebsgesellschaft Prof. Rainer Fietkau, Erlangen. Deutlich weiter entwickelt hat sich die chirurgische Therapie der Tumore des Kopf-Hals-Bereichs. Bei kurativer Intention wird eine komplette Tumorentfernung mit Sicherheitsabstand angestrebt, doch versucht man heute so wenig radikal wie möglich vorzugehen, erklärte Prof. Michael Ehrenfeld, München. Zwischen 60-70% der Patienten benötigen eine Strahlentherapie. Durch neue Bestrahlungstechniken wie etwa durch die intensitätsmodulierte Strahlentherapie ist es heute möglich, funktionell wichtige Teile des Schluckapparates und die Speicheldrüsen zu schonen. Bei fortgeschrittenen Tumoren ist die simultane Radiochemotherapie akzeptierter Standard. Mittlerweile in den Leitlinien verankert ist eine Induktionschemotherapie, die anderen Therapiemodalitäten vorgeschaltet ist. Neben der Chemotherapie rücken auch zielgerichtete Therapeutika in der Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren nach vorne. Etabliert ist Cetuximab in Erst- und Zweitlinienkonzepten. Neue Ansätze sind die Blockade des mTOR-Signalweges, Inhibitoren der PI3-Kinase, des Fibroblasten-Wachstumsfaktors sowie sog. Checkpoint-Inhibitoren.

Die Arbeitsgemeinschaften der DKG haben einen großen Schub nach vorne gebracht, betonten Prof. Andreas Dietz als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft HNO und MKG der DKG und Prof. Ulrich Keilholz als Vertreter der Arbeitsgemeinschft Internistische Onkologie der DKG. Viele Entwicklungen würden in Deutschland vorangetrieben, die auf die medizinischen Entwicklungen weltweit Einfluss nehmen.

as

Pressekonferenz: Kopf-Hals-Tumore - Moderne Therapieverfahren im Rahmen des DKK, Berlin, 20.02.2014


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