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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

18. August 2005 Komplementäre Therapie für Krebspatienten – was ist sinnvoll ?

Axel Eustachi, Zentrum für naturheilkundliche Forschung,II. Medizinische Klinik des Klinikums rechts der Isar,Technische Universität München.

„Mehr als die Hälfte aller Patienten, die mit der Diagnose Krebs konfrontiert werden, nehmen so genannte unkonventionelle Therapieverfahren in Anspruch. Die Schwierigkeit für Betroffene und Behandler gleichermaßen liegt darin, sinnvolle von weniger empfehlenswerten oder sogar kontraproduktiven Behandlungsangeboten zu unterscheiden. Im folgenden werden Verfahren beschrieben, die eine ausreichende wissenschaftliche Grundlage haben oder zumindest erfahrungsheilkundlich begründbar sind und ein akzeptables Sicherheitsprofil aufweisen, um als begleitende Therapieversuche eingesetzt werden zu können.“
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Eine Begriffsbestimmung vorab
Alle Behandlungsmethoden, die nicht zum schulmedizinischen Standard zu rechnen sind, können als unkonventionelle Verfahren bezeichnet werden. Die Bezeichnung „alternative Heilmethoden“ für diese Verfahren suggeriert, dass sie eine echte Alternative zur konventionellen Medizin darstellen, was in der Regel nicht zutrifft. Mit dem Begriff Komplementärmedizin werden alle Methoden zusammengefasst, die die Schulmedizin sinnvoll ergänzen können. Die Kombination geeigneter Methoden aus Schul- und Komplementärmedizin lässt sich als ganzheitliche oder „integrative Medizin“ bezeichnen.

Der Wunsch nach natürlicher Behandlung
Abhängig von Geschlecht, Alter, Erziehung und Diagnose nehmen zwischen 50 und über 90% aller Tumorpatienten unkonventionelle Therapieverfahren in Anspruch (1). Das Interesse an ergänzenden Therapien ist bei Frauen – insbesondere bei jungen Patientinnen, die bereits einen gesundheitsbewussten Lebensstil pflegen – am größten. Die höchste Inanspruchnahme naturheilkundlicher Methoden bei Tumorerkrankungen ist bei Brustkrebspatientinnen festzustellen (2). Die Gründe für die Anwendung ergänzender Therapieverfahren sind die Vorstellung von einer möglichst schonenden, natürlichen Behandlung, der Wunsch, aktiv alles für die eigene Gesundung zu tun, und die verständliche Hoffnung auf Genesung.
Problematisch ist die weit verbreitete Vorstellung, diese ergänzenden Methoden seien grundsätzlich ungefährlich und immer sinnvoll. Hinzu kommt, dass es weder für den medizinischen Laien, noch für professionelle Therapeuten einfach ist, die häufig werbende Darstellung unkonventioneller Therapieverfahren in den Medien von wissenschaftlich korrekter Information zu trennen.

Komplementäre Therapieverfahren – Anspruch und Forschungsstand
Grundsätzlich ist zu unterscheiden zwischen Therapien zur Heilung von Krebs, zur Lebensverlängerung oder Verlängerung der Rezidiv- oder Metastasen-freien Zeit, sowie zur Reduzierung Erkrankungs- und Therapie-bedingter Befindlichkeitsstörungen. Da der wissenschaftliche Beweis für eine Heilung von Krebs durch eine alleinige naturheilkundliche Therapie bislang nicht erbracht werden konnte, muss sich der Anspruch der ergänzenden Therapieverfahren an der Verbesserung der Lebensqualität während oder nach der konventionellen Behandlung orientieren.

Die Anforderungen an komplementäre Therapieverfahren sind:

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Zielgerichtete Beratung des Patienten
Es ist für den Behandler wichtig, über die vom Patienten angewandten unkonventionellen Verfahren informiert zu sein, denn einige Präparate können während einer laufenden Chemo- oder Strahlentherapie durchaus kontraproduktiv sein. Viele Patienten informieren ihre behandelnden Mediziner/innen jedoch nicht über ergänzende Präparate, die sie zusätzlich einnehmen – aus Angst vor Ablehnung und Kritik.
Eine allgemeine Information über gesundheitsfördernde Verhaltensweisen, die auch einem in Therapie stehenden Tumorpatienten zuträglich sind, sollte in keiner Beratung fehlen. Dies kann bei den Patienten bestehende Ängste vor Ablehnung der ergänzenden Verfahren durch den Therapeuten abbauen.
Der bei den Patienten häufig anzutreffenden Tendenz zur polypragmatischen Anwendung teurer und mitunter fragwürdiger Methoden, ohne zugrunde liegende Behandlungsindikation, muss durch eine individuelle, zielgerichtete Beratung begegnet werden. Dabei gilt es festzustellen, ob Beschwerden bestehen, die mittels ergänzender Verfahren sinnvoll behandelt werden können.

Ernährung
Eine Obst- und Gemüse-reiche, vollwertige Ernährung, die regelmäßige Aufnahme einfach und mehrfach ungesättigter Fettsäuren (Olivenöl, Rapsöl, Leinöl, Fisch), die Einschränkung des Verzehrs von Fleisch, Fleischprodukten und gesättigten Fetten tierischen Ursprungs, sollten mittlerweile Standard in der Beratung sein. Die protektiven positiven Auswirkungen sowohl für viele Tumorerkrankungen als auch für kardiovaskuläre Erkrankungen sind hinreichend untersucht und können als gesichert gelten (3).
Bei Tumorpatienten, die bezüglich Verträglichkeit, Verdauungsleistung und Beschwerden in der Auswahl der Nahrungsmittel eingeschränkt sind, ist eine individuelle Anpassung dieser allgemeinen Empfehlung notwendig: beispielhaft sei hier nur die Vermeidung von Zitrusfrüchten bei Mukositis und die Vermeidung schwer verdaulicher (Roh-) Kost bei Patienten mit Verdauungsproblemen während einer Chemotherapie genannt. Zu warnen ist vor Radikaldiäten, die die Gefahr einer Unterversorgung mit Vitaminen und Spurenelementen mit sich bringen.

Bewegung
Zwischen 60 und 90% aller Tumorpatienten sind vom so genannten Fatigue-Syndrom betroffen, einem Erschöpfungsgefühl, das sich durch Schlaf nicht bessern lässt. Häufig wird dieses Symptom gegenüber den Behandlern jedoch nicht geäußert. Ärzte wiederum fragen häufig nicht nach Müdigkeit, sofern keine klinisch behandlungsbedürftige Situation, beispielsweise aufgrund einer Hb-Erniedrigung, besteht.
Die regelmäßige moderate Ausdauerbewegung ist die einzige, wissenschaftlich gesicherte Maßnahme zur effektiven Prophylaxe und Behandlung eines tumorassoziierten Fatigue-Syndroms. Darunter sind Aktivitäten zu verstehen wie schnelles Spazierengehen, Walking, Radfahren, Schwimmen u.a. die mindestens dreimal wöchentlich für 30 Minuten ausgeführt werden – je nach den individuellen Möglichkeiten des Patienten. Die Herzfrequenz sollte einen Wert von 180 minus Lebensalter nicht überschreiten, eine Überlastung muss vermieden werden. Im Falle einer manifesten Anämie sind selbstverständlich weitere Maßnahmen angezeigt (4).
Beschwerden, die sinnvoll komplementär zu behandeln sind.
Häufige und typische Beschwerden, für die Erfolg versprechende ergänzende Methoden zur Verfügung stehen sind: Erschöpfung, Stress, Schmerzen, Angst, Verdauungsstörungen (Durchfall, Verstopfung), Übelkeit, Gewichtsabnahme, Schleimhautbeschwerden (Mukositis, Stomatitis) und Hitzewallungen (5). Die im folgenden genannten Therapieverfahren stellen lediglich eine Auswahl von Möglichkeiten dar, die für die Anwendung ein ausreichendes Sicherheitsprofil aufweisen und zumindest in kleineren, qualitativ akzeptablen, Studien wissenschaftlich geprüft sind.

Akupunktur
Sowohl die klassische chinesische Körperakupunktur als auch die Ohrakupunktur ist als Therapieversuch sinnvoll zur Behandlung von akuten und chronischen Schmerzzuständen und hat sich bei Tumor-assoziierten, neuropathischen Schmerzen als sinnvoll erwiesen (6).
Eine weitere klassische Indikation für Akupunktur oder Akupressur (die manuelle Stimulation von Akupunkturpunkten) sind Übelkeit und Erbrechen. Leicht anzuwenden und präventiv sinnvoll zur Verhinderung von Übelkeit während der Chemotherapie ist die Verwendung von so genannten Akupressurarmbändern, die problemlos über den Fachhandel (Apotheken, Sanitätshäuser) zu beziehen sind.
Einige kleinere Studien zeigten positive Effekte der Akupunktur in der Linderung von Mundtrockenheit, Hitzewallungen unter antiöstrogener Therapie sowie von Erschöpfungszuständen und Kurzatmigkeit (7, 8).

Entspannungstherapien
umfassen Verfahren wie Yoga, Qi Gong, Tai Chi, progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen, aber auch die unter „mind-body-Therapie“ zusammengefassten Interventionen Hypnose, Meditation, Biofeedback und Imaginationen.
Angst- und Spannungszustände, Ärger und Disstress, sowie Erschöpfungszustände können durch Entspannungstraining, Hypnose oder Imaginationen signifikant reduziert werden (9). Einige Untersuchungen zeigten prophylaktische Effekte bei Chemotherapie assoziierter Übelkeit durch Hypnose und Entspannungstraining (10, 11).
Schlafstörungen lassen sich mit Entspannungstechniken möglicherweise qualitativ langfristiger bessern als durch eine Pharmakotherapie (12).

Manuelle Therapien
wie Massage, Shiatsu, Rolfing, Fußreflexzonenmassage u.a. können über eine Tiefenentspannung Angst- und Schmerzzustände reduzieren. Die manuelle Lymphdrainage ist integraler Bestandteil der Therapie von Lymphödemen (13, 14).

Nahrungsergänzungen
Die ergänzende Einnahme von Vitamin- und Spurenelement-Kombinationen in Konzentrationen, die dem täglichen Bedarf entsprechen, ist nach derzeitigem Forschungsstand für Tumorpatienten nicht sinnvoll, sofern sich der Patient vollwertig ernähren kann. Die langfristige und hochdosierte Einnahme antioxidativ wirkender Vitamine wie Vitamin C, E und A könnte während Chemo- oder Strahlentherapie deren Wirkung beeinträchtigen (15). Einige Vitamine und Spurenelemente können allerdings als Therapieversuch bei definierten Beschwerden zeitlich begrenzt eingesetzt werden. Da eine Beeinträchtigung der konventionellen Therapie oder bestimmter Körperfunktionen (z.B. Blutgerinnung) möglich ist, sollten diese Behandlungsversuche unter ärztlicher Überwachung stattfinden. Stellvertretend sei hier der Einsatz von Vitamin B12 und Folsäure oder von Vitamin E zur Reduktion der Chemotherapieassoziierten Neurotoxizität bei Therapie mit Cisplatin erwähnt (15, 16, 17).
Bei Verlust des Geschmackssinns in der Folge von Bestrahlungen im Kopf-Hals-Bereich, kann die Anwendung eines Zinkpräparates sinnvoll sein (18). Aufgrund der allgemeinen guten Zinkversorgung der deutschen Bevölkerung ist eine generelle Zinkeinnahme für Tumorpatienten nicht zu empfehlen.
Einige kleinere Studien sprechen für eine wichtige Rolle von Selen für die Verträglichkeit von Chemo- und Strahlentherapie. Da dieses Spurenelement in einigen Regionen Deutschlands (vor allem in Süddeutschland) nicht in ausreichender Menge aufgenommen wird, und der Bedarf während einer Chemo- und Strahlentherapie erhöht ist, erscheint eine Supplementierung im Bereich untoxischer Dosierung (100 - 200 mg/Tag) vertretbar (19). Einige kleinere Studien zeigten positive Effekte einer höheren Selen-Dosierung bei durch Strahlentherapie bedingten Lymphödemen im Kopf-Hals-Bereich, sowie eine Reduktion der Mortalität bei Sepsis-Patienten mit Multiorganversagen. Die in diesen Studien verabreichten Selen-Dosierungen lagen bei 500 - 1000 mg/Tag und sollten derzeit nur unter ärztlicher Aufsicht und möglichst im Rahmen klinischer Studien anngewandt werden.
Das aus der Sportmedizin bekannte Vitaminoid L-Carnitin zeigte sich in einigen Arbeiten als ergänzende Option bei der Behandlung eines therapieresistenten Fatigue-Syndroms sowie als Prophylaxe-Möglichkeit einer Anthracyclin-induzierten Kardiomyopathie (20).

Phytotherapie
Im folgenden sind beispielhaft einige Heilkräuter genannt, die Erkrankungs- und Therapie bedingte Nebenwirkungen lindern können.
Zur Reduzierung von Strahlentherapie-assoziierten Hautschäden ist ein Behandlungsversuch mit Aloe Vera- oder Calendula-Zubereitungen vertretbar.
Adaptogene wie Ginseng oder Eleutherokokkus können zur Therapie von Erschöpfungszuständen eingesetzt werden. Aufgrund ihrer phytoöstrogen wirkenden Inhaltsstoffe ist der Einsatz bei östrogensensiblen Tumoren allerdings nach der aktuellen Studienlage nicht zu empfehlen.
Kontrovers diskutiert wird die Verwendbarkeit von phytoöstrogen-haltigen Cimicifuga-Präparaten bei Patientinnen mit Östrogen-Rezeptor positiven Brusttumoren und Hitzewallungen. Einige kleinere Arbeiten zu bestimmten Traubensilberkerze-Präparaten scheinen die ungefährliche Verwendbarkeit nahezulegen, letztlich Klarheit darüber besteht noch nicht (21). Grundsätzlich sollten Patientinnen mit Hormon-Rezeptor-positivem Brustkrebs vor der Selbstanwendung von pflanzlichen Präparaten mit östrogener Wirkung (z.B. Soja, Rotklee, Traubensilberkerze) gewarnt werden.
Abzuraten ist von dem Einsatz von Johanniskraut-Präparaten während einer Chemotherapie, da die Wirksamkeit einiger Substanzen aufgrund einer beschleunigten Metabolisierung beeinträchtigt werden kann (22).

Immunstimulantien
Einige qualitativ hochwertige Studien zeigen eine signifikante Verbesserung der Lebensqualität durch eine Misteltherapie – insbesondere in der palliativen Behandlung. So können durch unterschiedliche Mistelpräparate Appetitlosigkeit, Kältegefühl, depressive Stimmungslage gebessert werden. Zudem regt eine Misteltherapie das Immunsystem unspezifisch an, was in der Palliativsituation durchaus vorteilhaft für den Patienten genutzt werden kann. Die derzeitige Studienlage erlaubt keine eindeutige Empfehlung, ob eher einem auf Lektin standardisierten Gesamtextrakt oder einem anthroposophisch begründeten Mistel-Präparat der Vorzug zu geben ist. Die Indikation für eine Misteltherapie sollte möglichst nicht kategorisch gestellt werden, sondern aufgrund der individuellen Beschwerdesituation des Patienten (22).
Milz- und Thymusextrakt-Präparate zeigten in kleineren Untersuchungen myeloprotektive Effekte bei Patientinnen und Patienten mit Mammakarzinom bzw. Urothelkarzinom. Zudem wurden vorteilhafte antiemetische und analgetische Wirkungen beobachtet. Problematisch bei immunstimulierenden Präparaten kann die Anregung latenter Entzündungsprozesse sein und, – insbesondere bei Patienten mit allergischer Disposition – das allergene Potential. Zudem sind diese Präparate sehr kostenintensiv für die Patienten. Vor der Anwendung dieser Präparate sollte zumindest geprüft werden, ob andere, weniger belastende Therapieoptionen zur Verfügung stehen.

Enzympräparate
Hierbei handelt es sich um Zubereitungen aus Enzymen tierischen oder pflanzlichen Ursprungs, die entweder als Tabletten oder Mundspülung zur Verfügung stehen. Vorteilhafte Effekte werden v.a. auf die Blutrheologie im Sinne einer Verbesserung der Mikrozirkulation berichtet; zudem sind antiödematöse, analgetische und antiinflammatorische Effekte bekannt. Daraus ergibt sich ein v.a. erfahrungsheilkundlich begründeter Einsatzbereich in der Behandlung von Ödemen, Schwellungen, Mukositiden während Chemo- oder Strahlentherapie. Das Sicherheitsprofil ist als ausreichend zu bezeichnen, Kontraindikationen sind Gerinnungsstörungen, Leber- und Nierenfunktionsstörungen.

Darmbakterien
E.coli-Extrakt-Präparate können als erfahrungsheilkundlich basierter Therapieversuch sinnvoll eingesetzt werden bei entzündlichen Veränderungen der Darmmukosa mit chronischen oder akuten Durchfällen, die während oder im Anschluss an eine Chemo- oder Strahlentherapie auftreten (24).

Merkmale einer seriösen komplementären Tumor-Therapie
Ein zeitlich und finanziell überschaubarer Behandlungsplan mit einem möglichst klar definierten Therapieziel erleichtern dem Patienten und dem schulmedizinisch tätigen Onkologen den Überblick über eine ergänzende Behandlung.
Zu warnen ist vor Versprechungen bezüglich Heilung oder Lebensverlängerung gerade bei sehr kostenintensiven Therapiearten sowie vor Verfahren mit Absolutheitsanspruch, die zur Verschleppung sinnvoller schulmedizinischer Diagnostik und Therapie führen. Besonderer Stellenwert kommt der unabhängigen Patienteninformation und der Unterweisung in Selbsthilfetechniken zu. Das Zentrum für naturheilkundliche Forschung (ZNF) der Technischen Universität München bietet im Rahmen eines Forschungsprojektes ein strukturiertes Gesundheitstraining für Tumorpatienten und ein individuelles Gesundheitsmanagement für chronisch Kranke an. Dabei werden Patienten in kleinen Gruppen theoretisch und praktisch in der Anwendung gesundheitsfördernder ergänzender Maßnahmen unterrichtet. Die Betreuung erstreckt sich über eine Zeit von mindestens drei Monaten. Die Anwendung von Selbsthilfetechniken stärkt bei den Patienten das Gefühl, aktiv etwas zur Genesung beitragen zu können, und verbessert so die allgemeine Lebensqualität.

Zusammenfassung
Bestimmte komplementäre Therapieverfahren bieten die Chance, die Lebensqualität von Tumorpatienten zu verbessern. Damit können sie die Akzeptanz belastender konventioneller Behandlungen erhöhen und zum Behandlungserfolg beitragen. In diesem Rahmen sind sie nicht nur akzeptabel sondern ein integraler, notwendiger Bestandteil einer sinnvollen zielgerichteten Patientenversorgung.


Information bezüglich Gesundheitstraining
für Tumorpatienten:
Zentrum für naturheilkundliche Forschung
II. Medizinische Klinik
Technische Universität München
Information: 089 – 79 10 92 16

Dr.med. Axel Eustachi

Quelle: Literatur:
1:Ernst E, Cassileth BR (1999). How useful are unconventional cancer treatments? Eur J Cancer, 1999, Vol 35, No 11, S. 1608 – 1613
2: Shen J, Andersen R, Albert PS, Wenger N, Glaspy J, Cole M, Shekelle P (2002) Use of complementary / alternative therapies by women with advanced-stage breast cancer. BMC Complement Altern Med; 2002, Aug 13; 2(1): 8
3:World Cancer Research Fund / American Institute for Cancer Research (1997) Food, nutrition and the prevention of cancer: a global perspective. ISBN: 1 899 533 052
4: Ahlberg K, Ekman T, Gaston-Johansson F, Mock V (2003) Assessment and management of cancer-related fatigue in adults. Lancet 2003; 362: S. 640 - 650
5: Deng G, Cassileth BR, Yeung KS (2004) Complementary therapies for cancer-related symptoms J Support Oncol, Vol. 2, No. 5, Sep/Oct 2004: S. 419 - 429
6: Alimi D, Rubino C, Pichard-Leandri E et al. (2003) Analgesic effect of auricular acupuncture fpr cancer pain: a randomized, blinded controlled trial. J Clin Oncol 2003; 21: S. 4120 – 4126
7: Blom M, Dawidson I, Fernberg JO et al. (1996) Acupuncture treatment of patients with radiation-induced xerostomia. Eur J Cancer B Oral Oncol, 1996, 32B: S. 182 – 190
8: Towlerton G, Filshie J, O’Brien M et al. (1999) Acupuncture in the control of vasomotor symptoms caused by tamoxifen. Palliat Med 1999; 13: S. 445
9: Holland JC, Morrow GR, Schmale A et al. (1991) A randomized clinical trial of alprazolam versus progressive muscle relaxation in cancer patients with anxiety and depressive symptoms. J Clin Oncol 1991; 9; S: 1004 – 1011
10: Zeltzer LK, Dolgin MU, LeBaron S et al. (1991) A randomized control study of behavioral intervention for chemotherapy distress in children with cancer. Pediatrics 1991; 88: S. 34 - 42
11: Morrow GR, Morell C (1982) Behavioral treatment for the anticipatory nausea and vomiting induced by cancer chemotherapy. N Engl J Med 1982; 307: s. 1476 - 1480
12: NIH Technology Assesment Panel on Integration of Behavioural and Relaxation Approaches into the Treatment of Chronic Pain and Insomnia. (1996) Integration of behavioural and relaxation approaches into the treatment of chronic pain and insomnia. JAMA 1996; 276: S. 313 – 318
13: Stephenson NL Weinrich SP, Tavakoli AS (2000) The effect of foot reflexology on anxiety and apin in patients with breast and lung cancer. Oncol Nurs Forum 2000; 27: S. 67 - 72
14: Williams AF, Vadgama A, Franks PJ et al. (2002) A randomized controlled crossover study of manual lymphatic drainage therapy in women with breast-cancer related lymphoedema. Eur J Cancer Care (Engl) 2002; 11: S. 254 - 261
15: Weiger WA, Smith M, Boon H, Richardson MA, Kaptchuk TJ, Eisenberg DM (2002) Advising patients who seek complementary and alternative medical therapies for cancer. Ann Intern Med, 3 Dec 2002, Vol 137; No 11: S. 889 - 903
16: Vogelzang NJ, Rusthoven JJ, Symanowski J et al. (2003) Phase III-study of pemetrexed in combination with cisplatin versus cisplatin alone in patients with malignant pleural mesothelioma. J Clin Oncol 2003; 21: S. 2636 - 2644
17: Pace A et al. (2003)Neuroprotective effect of vitamin E supplementation in patients treated with cisplatin chemotherapy. J Clin Oncol 2003; 21: S. 927 - 931
18: Ripamonti C et al. (1998) A randomized controlled clinical trial to evaluate the effects of zinc sulphate on cancer patients with taste alterations caused by head and neck cancer irradiation. Cancer 1998; 82: S. 1938 - 1945
19: Kiremidjian-Schumacher L et al.(2000) Selenium and immuncompetence in patients with head and neck cancer.Biol Trace Elem Res 2000, 73: S.97 – 111
20: Graziano F, Bisonni R, Catalano V et al. (2002) Potential role of levocarnitine supplementation fort he treatment of chemotherapy-induced fatigue in non-anaemic cancer patients. Br J Cancer. 2002 Jun 17; 86: S. 1854-1857
21: Liske e, Hangi W, Henneicke-von Zeppelin HH et al. (2002) Physiological investigation of a unique extract of black cohosh: a six-month clinical study demonstrates no systemic estrogenic effect. J Womens Health Gend Based Med 2002; 11: S. 163 – 174
22: Markowitz JS, Donovan JL, DeVane CL et al. (2003) Effect of St.Johns’s wort on drug metabolism by induction of cytochrome P450 3A4 enzyme. JAMA 2003; 290: S. 1500 – 1504
23: Kienle GS, Berrino F, Büssing A et al. (2003) Mistletoe in cancer – a systematic review on controlled clinical trials. Eur J Med Res (2003); 8: S. 109 – 119
24: Malchow HA (1997) Crohn’s disease and Escherichia coli. A new approach in therapy to maintain remission of colonic Crohn’s disease? J Clin Gastroenterol 1997; 25: S. 653 - 65


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