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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

16. Februar 2011 Kombination Trastuzumab/Pertuzumab führt zu stärkerer Blockade der Signalwege

San Antonio Breast Cancer Symposium 2010

Ein neuer Therapieansatz in der Neoadjuvanz ist die Kombination von Trastuzumab und Pertuzumab, ein ebenfalls gegen die extrazelluläre Domäne von HER2 gerichteter monoklonaler humanisierter Antikörper, der jedoch die Heterodimerisierung von HER2 mit anderen Mitgliedern der EGFR-Familie blockieren kann. Es wird daher erwartet, dass die kombinierten Antikörper auf diese Weise eine stärkere Blockade der HER-Signalwege bewirken, als jeder der beiden Antikörper für sich allein. Vielversprechende Hinweise darauf lieferte jetzt die NEOSPHERE-Studie [1].
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Diese neoadjuvante Phase-II-Studie prüfte bei 417 Frauen mit HER2-positivem Brustkrebs im Frühstadium die Wirkung von Pertuzumab und Trastuzumab plus Docetaxel. Die Daten zeigen, dass die Antikörper-Kombination plus Docetaxel die pCR im Vergleich zu den Einzelsubstanzen signifikant verbesserte (Abb. 1). Professor Luca Gianni, Mailand, kommentierte: „Die Kombination von Pertuzumab und Trastuzumab plus Chemotherapie hatte nach nur vier Therapie-Zyklen (12 Wochen) neoadjuvanter Therapie eine deutliche Wirkung auf HER2-positive Brustkrebstumoren.“ Zudem war die Kombination nicht mit wesentlich mehr Nebenwirkungen oder einem höheren kardialen Risiko verbunden als die Therapie mit Trastuzumab und Chemotherapie. Als sehr interessant bewertete Gianni das Ergebnis aus der Kombination der beiden zielgerichteten Therapien ohne Chemotherapie (pCR=16,8%). „Einige Frauen können offensichtlich ganz auf eine Chemotherapie verzichten, wir müssen nur noch genau identifizieren, welche Frauen das sind“, betonte Gianni.

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Abb. 1: pCR-Raten in der NEOSPHERE-Studie: Zusammenfassung der Intent-to-treat Population

Literatur:
1. 33rd Annual San Antonio Breast Cancer Symposium 2010: Gianni L et al. Abstract S3-2

Quelle:


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