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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

24. Februar 2015 Kasuistik: Behandlung eines 51-jährigen männlichen CLL-Patienten mit Ibrutinib

Welchen Stellenwert die Zulassung von Ibrutinib für Patienten haben kann, und was die Zulassung für die Praxisrealität bedeutet, erläuterte PD Dr. Barbara Eichhorst, Köln, auf der DGHO-Jahrestagung anhand einer Kasuistik.

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Fachinformation

11/2005: Erstdiagnose CLL mit Krankheitsstadium A (Binet), mit Deletionen del(11q) und del(13q). Als Begleiterkrankung war eine Neuropathie des N. opticus mit komplettem bzw. partiellem Visusverlust diagnostiziert worden. Sonst bestanden keine weiteren Komorbiditäten.

09/2006-01/2007: Auf 5 Zyklen FC sprach der Patient mit einer kompletten Remission (CR) an, die über 4 Jahre anhielt.

08/2011-02/2012: 6 Zyklen BR mit partieller Remission (PR). Eine genetische Untersuchung ergab einen prognostisch ungünstigen unmutierten IgVH-Status mit einer TP53-Deletion.

12/2012: rascher Krankheitsprogress (PD); Patient wollte keine allogene Stammzelltransplantation.

01/2013-02/2013: Bis zum Einschluss in die Phase-II-Studie PCYC-1117 wurde der Patient mit 3 Zyklen Rituximab-Monotherapie behandelt bei rasch ansteigender Lymphozytenzahl.

05/2013: Beginn der Ibrutinib-Monotherapie: Zu dem Zeitpunkt auffällig waren eine Lymphozytose, Leberläsionen und eine Splenomegalie.

08/2013: PR; bereits 3 Monate nach Beginn der Ibrutinib-Therapie war nur noch ein geringes Residuum in der Leber vorhanden und die Milz war auf normale Größe geschrumpft.

Leukozyten/Thrombozyten: Innerhalb von 14 Tagen war ein rascher Anstieg von 20.000 auf über 100.000 Leukozyten/µl zu verzeichnen und fiel über die nächsten Monate bis 12/2013 sukzessive wieder auf einen Normalwert ab. Die Thrombozytenzahl erhöhte sich von ursprünglich ca. 80.000/µl auf einen stabilen Wert von 100.000/µl.

Verträglichkeit: Nach 4 Monaten Ibrutinib-Therapie ist ein Akne-ähnliches Exanthem aufgetreten, das sich unter Fortführung der Ibrutinib-Therapie mit einer alleinigen topischen Therapie gebessert hat. Außer einem grippalen Infekt 01/2014 und einem Herpes labialis 04/2014 wurden bei dem Patienten keine weiteren Infekte festgestellt.

10/2014: Aktuell hat der Patient eine klinische CR und wird weiterhin mit Ibrutinib behandelt.

cm

Janssen-Satellitensymposium: "Neue Therapieoptionen bei B-Zell-Lymphomen: Wer, wann, wie?", im Rahmen der DGHO-Jahrestagung, Hamburg, 10.10.2014


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